Gesundheit

In der Welt der grauen Zellen

16.06.2011 | 18:49 Uhr
In der Welt der grauen Zellen
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool

Siegen.Geht man in ein Krankenhaus, ist man krank, wird untersucht oder besucht kranke Freunde und Verwandte. Diesmal führte die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a der Albertus-Magnus-Schule in Siegen ein anderer Anlass ins Kreisklinikum Siegen, Haus Hüttental. Sie erhielten eine Einführung in die Kernspintomographie durch Oberarzt Achim Hoferichter.

Im Zimmer des Oberarztes rückten sie vor seinem Computer zusammen und erfuhren Wichtiges über den Unterschied zwischen Untersuchungen mittels Röntgengerät, Ultraschall und Magnetresonanztomographie (auch MRT oder Kernspintomographie genannt). Mit der Kernspintomographie werden Schnittbilder vom menschlichen Körper gemacht, die auch Nerven- und Hirngewebe darstellen. So kann bis zu drei Tage nach einem Schlaganfall noch herausgefunden werden, wo genau dieser stattgefunden hat und wie medizinisch geholfen werden kann.

Da hierbei starke Magnetfelder eingesetzt werden, darf der Patient keine Gegenstände tragen, die magnetisch reagieren. Personen mit Herzschrittmachern können so nicht untersucht werden. Zahnspangen, Zahnersatz oder metallene Schrauben und Platten im Körper des Patienten lassen die MRT-Bilder ungenau werden.

Hatice als Versuchskaninchen

Nach der Theorie folgte die Praxis. Es ging in das untere Geschoss des Krankenhauses, wo Burkhard Irnich, Chefarzt für Radiologie und Neuroradiologie am Kreisklinikum Siegen, die Schüler in die „Kammer mit der Röhre“ führte. Natürlich müssen alle metallenen Gegenstände draußen bleiben, auch Scheckkarten gehören dazu, da sie ansonsten später nicht mehr benutzt werden können.

Eindrucksvoll führte der Chefarzt die starken Magnetfelder vor: Schülerin Badre bekam einen Schlüssel in die Hand gedrückt. Er wurde Badre direkt aus der Hand gezogen und blieb in der Röhre liegen. Und Hatice erklärte sich bereit, das „Versuchskaninchen“ zu spielen.

Fotos auf CD

Sie wurde in die 1,80 Meter lange Röhre geschoben. Nichts für Menschen mit Klaustrophobie. Patienten, die darunter leiden, bekommen Beruhigungsmittel, um untersucht zu werden. Hatice hatte keine Platzangst, auch die lauten Pumpgeräusche, die in ohrenbetäubendes Brummen, Hämmern und Klopfen übergingen, konnten ihr nichts anhaben. Sie trug Kopfhörer zum Schutz gegen den Lärm.

Die anderen verfolgten gespannt das Geschehen und waren froh, als ihre Mitschülerin nach etwa fünf Minuten froh und munter aus der Röhre kam. Anschließend konnte Hatice die CD mit den Aufnahmen von ihrem „Inneren“ entgegennehmen.

Viken Barlik, Badre Bilek, Sarah El Katib, Bektas Kilic, Huda Malla, Rezearta Lutviji, Hatice Özdemir, Klasse 8a, Albert-Magnus-Schule, Siegen

Zeus-Reporter

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