Hier gibt es die wahren „Stars”
27.04.2009 | 19:11 Uhr 2009-04-27T19:11:00+0200Siegen. Wir besuchten die Sternwarte der Universität Siegen. Dort führten wir ein Interview mit dem Chef der Sternwarte, Prof. Dr. Oliver Schwarz, und dem technischen Leiter der Sternwarte, Christoph Springob.
Die Sternwarte besteht seit 1975, sie ist keine Forschungs-, sondern eine Ausbildungseinrichtung für Studenten der Fachrichtung Physik. Etwa 20 bis 25 Studenten machen hier jedes Semester ihr astronomisches Beobachtungspraktikum, welches ein Modul ihrer Ausbildung für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen darstellt.
Zudem gibt es, so Prof. Dr. Schwarz, auch Zusammenarbeit mit anderen Sternwarten, das heißt einen Austausch von Daten, die dann von wissenschaftlichen Forschungsgruppen ausgewertet werden. Zu besonderen Ereignissen, wie Mond- und Sonnenfinsternissen, lädt die Uni Siegen öffentlich ein, so dass jeder die Gelegenheit hat, sich diese Spektakel in der Sternwarte anzusehen. Dann versammeln sich dort regelmäßig 100 bis 200 Zuschauer.
Christoph Springob erklärte uns, dass man Sterne besser im Winter als im Sommer beobachten kann, weil es im Winter länger dunkel ist und weil es im Sommer oft die sogenannten „weißen Nächte” gibt, was bedeutet, dass die Sonne nicht tief unter dem Horizont verschwindet.
Das Hauptteleskop der Sternwarte ist ein Spiegelteleskop, welches einen Durchmesser von 30 Zentimeter hat und ein helles, stark vergrößertes Bild der beobachteten Objekte zeigt.
Heutzutage kann man eine Digital-Kamera anschließen und die gemachten Aufnahmen noch am Computer nachbearbeiten. Unterstützt wird das große Spiegelteleskop durch mehrere kleine Linsenteleskope, die ihrerseits einen Durchmesser von 10 Zentimeter haben, aber weniger lichtstark sind. Prof. Dr. Schwarz wies darauf hin, dass es wichtig ist, vom Einzelbeobachter unabhängige, allgemeingültige Beobachtungen zu machen. Zudem betonte Christoph Springob, dass man viel Geduld braucht und oft mehrere Nächte hintereinander beobachten muss. Zudem muss man in die Bedienung der Geräte eingewiesen werden, um keine Schäden zu verursachen, die sehr teuer wären. Man darf auch nie ohne Filter in die Sonne gucken.
An der Siegener Sternwarte wurde auch schon ein Asteroid und Planetoide entdeckt. Diese wurden dann nach ihren Entdeckern, ehemaligen Mitarbeitern der Uni Siegen, benannt. Dies liegt allerdings schon etwa 20 Jahre zurück.
Auf jeden Fall war es spannend, die Sternwarte zu besuchen und uns vieles von Christoph Springob und Prof. Dr. Schwarz erklären zu lassen. Wir finden es bedauerlich, dass nicht noch mehr Besucher den Weg dorthin finden.
David Kaluza
und Steven Binar
Klasse 8a
Gymnasium auf der Morgenröthe Siegen-Niederschelden

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