Rausschmiss nicht richtig
22.04.2008 | 20:49 Uhr 2008-04-22T20:49:13+0200Die Entlassung von Schalke-Trainer Mirko Slomka hat auch bei den Schülern im Vest hohe Wellen geschlagen. Eine Umfrage
Recklinghausen. Als Reaktion auf die Entlassung des Trainers nach der 1:5-Niederlage des FC Schalke 04 bei Werder Bremen machten vier Schülerinnen des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Recklinghausen eine Umfrage in den neunten Klassen.
Unter den "bekennenden" Schalke-Fans waren die weitaus meisten Schülerinnen und Schüler der Meinung, Slomka habe den Rausschmiss weder provoziert noch sei er gerechtfertigt. Selbst die Anhänger anderer Vereine beurteilten die Leistung von Schalke und dessen Trainer in dieser Saison als überdurchschnittlich: Insbesondere das Vorstoßen ins Viertelfinale der Champions League sei mehr als ein achtbarer Erfolg für den Verein und müsse der Mannschaft, aber auch dem Trainer, hoch angerechnet werden.
Zwar nicht vollends einhelliger, aber doch deutlich zu vernehmender Grundtenor der Mittelstufen-THGler in Sachen Slomka ist laut Umfrage, dass sich mit dieser Entscheidung zum Trainerrausschmiss eher der Vorstand des FC Schalke 04 selbst disqualifiziert hat als der Trainer durch das Nicht-Erreichen von sportlichen Maximalzielen.
So weit das Meinungsbild am THG vor dem Debüt von Mike Büskens und Youri Mulder. Die fulminante und gleichzeitig effektive Spielweise des FC Schalke beim 5:0 über Energie Cottbus scheint allerdings diejenigen, die kritische Stimmen zur Slomka-Entlassung geäußert hatten, zu widerlegen und die schnellen, radikalen Maßnahmen der Vereinsführung zu rechtfertigen: Im schnelllebigen Fußballgeschäft sind rasche wie harte Entscheidungen manchmal offenbar nötig, zumal wenn der Erfolg die Entscheidungen im Nachhinein zu rechtfertigen scheint.
Janine Leyk, Angelina Plotnikow, Marie Zurek, Nadine Reder, Klasse 9b Theodor-Heuss-Gymnasium, Recklinghausen

0mitdiskutieren