Für Zeus-Reporterin wird auf Schalke ein Traum wahr
12.05.2011 | 16:47 Uhr 2011-05-12T16:47:00+0200
Recklinghausen.Zeus-Reporterin Chantal Meißner durfte zusammen mit anderen Schülern in der Schalker Arena am Spieltag gegen Mainz hinter die Kulissen blicken. Obwohl Chantals Herz blau-weiß schlägt, findet sie, dass sich so ein Tag nicht nur für Schalke-Fans lohnt .
Mit zwei Schulkameraden mache ich mich auf den Weg in Richtung Schalker Arena. Wir sind alle sehr aufgeregt und wissen nicht, was uns erwartet. Katrin Herbstreit, die auf Schalke für das Zeus-Projekt verantwortlich ist, begrüßt uns herzlich und zehn Minuten später beginnt endlich unsere Führung.
Als erstes begeben wir uns in die Lounges, die sehr sauber und gepflegt sind. Dann werden wir in den Spielerbereich geführt. Nebenan sehen wir auch die Kapelle, die sich direkt neben den Spielerkabinen befindet. Bewusst ist sie schlicht und nicht in den Schalker Farben Blau und Weiß gehalten, da man an diesem Ort nicht nur an Fußball denken soll.
Es erfolgt der erste Höhepunkt unserer Führung. Wir laufen den Gang herunter, den die Spieler immer entlanggehen, wenn sie das Spielfeld betreten. Und dann stehen wir mitten in der Arena. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen! Wir schauen uns überall um und können es nicht fassen, wie schön so eine Arena eigentlich sein kann.
Ein weiteres Highlight ist, als wir uns auf die Trainerbank von Schalke setzen
Sofort ins Auge gesprungen ist uns der große „Würfel“. Dieser dient den Zuschauern, Spielern und allen Anwesenden als Anzeigetafel und kann von jedem gut gesehen werden, da er sich in einer Höhe von 26 Metern direkt über dem Anstoßkreis befindet.
So langsam füllt sich das Stadion. In zwei Stunden wird der Schiedsrichter das Spiel gegen Mainz anpfeifen.
Ein weiteres Highlight ist, als wir uns auf die Trainerbank von Schalke setzen. Hier kann man die gute Aussicht auf das Spielfeld genießen und sich so ein wenig in die Lage der Trainer versetzen.
Anschließend begeben wir uns zum Raum für die Pressekonferenzen. Hier haben die Reporter und Mitarbeiter von Presse, Funk und Fernsehen die Möglichkeit, Interviews mit den Spielern, Trainern und Verantwortlichen zu führen. Im hinteren Bereich des Raumes befindet sich die Bildregie. Durch die vielen Kameras im Stadion hat man hier die Möglichkeit das ganze Spiel aus mehreren Perspektiven zu verfolgen.
Unten am Spielfeldrand werden die ersten Interviews geführt
Jetzt sind es nur noch 90 Minuten bis zum Showdown! Der Mannschaftsbus von Schalke bringt Spieler und Trainer ins Stadion. Auf dem Weg zur Kabine werden die Spieler von den anwesenden Zuschauern bejubelt. Die meisten Fußballer konzentrieren sich bereits auf das Spiel, so dass hier die Autogrammjäger leer ausgehen.
Um die Wartezeit der schon anwesenden Fans zu überbrücken, wird ein Fan-Spiel durchgeführt. Bei diesem Spiel können sechs Schalke-Fans auf das vom Maskottchen „Erwin“ behütete Tor schießen.
Das Stadion füllt sich nun zunehmend. Die ersten Gesänge der Fans sind zu hören. Unten am Spielfeldrand werden die ersten Interviews geführt.
Angeführt von Torwart Manuel Neuer betreten die Spieler die Spielfläche.Die Fans empfangen sie mit Schlachtgesängen und auf den Tribünen freuen sich die Zuschauer, dass es gleich endlich soweit ist. Nun betreten auch die Spieler von Mainz den Platz. Auch sie werden von den mitgereisten Fans frenetisch bejubelt.
Die Trainer bereiten die Spieler durch Warmmachübungen auf das Spiel vor.Dehnen, Strecken, Passübungen, Sprints und Jonglieren mit dem Ball sind hier wichtige Übungen. Nun betreten auch die vier Schiedsrichter den heiligen Rasen. Sie kontrollieren die Tornetze und die Eckfahnen und bereiten sich selbst auf das Spiel vor. Die Anfeuerungsgesänge der Fans werden nun lauter und lauter und alle freuen sich, dass es gleich losgeht!
Auch ich bin traurig, denn mein Herz schlägt auch blau-weiß!
Unten am Spielfeldrand steht ein ganz besonderer Gast. Der langjährige Abwehrchef Marcelo Bordon wird von den Schalke-Fans gefeiert. Der beliebte Spieler der Blauweißen bekommt mit einjähriger Verspätung doch noch sein Abschiedsspiel von Schalke. Darüber ist Bordon so gerührt, dass ihm Freudentränen in den Augen stehen.
Nachdem der Stadionsprecher die einzelnen Spielernamen der beiden Mannschaften bekannt gegeben hat, ertönt das Schalker Vereinslied „Blau und weiß ein Leben lang“. Das ganze Stadion erhebt sich von seinen Sitzplätzen und alle singen kräftig mit und schwenken dabei ihre Fahnen oder Schals. Endlich ist es soweit. Das Warten hat ein Ende. Um 15.30 Uhr pfeift der Schiedsrichter das Spiel an.
Zur Halbzeit steht es 0:0. Kurz nach Wiederanpfiff der zweiten Halbzeit schießt Farfan eine Ecke. Raul köpft dabei Huntelaar an, der den Ball ins Mainzer Tor abfälscht. 1:0 für Schalke. Das ganze Stadion applaudiert und freut sich über die Führung.
Der Druck der Mainzer wird stärker. In der 52. Minuten bedient Holtby mit tollem Pass den Spieler Schürrle, der den Keeper überlupft und zum 1:1 einschiebt. Nun bejubeln die mitgereisten Fans aus Mainz ihren Torschützen. Das Spiel geht in die Endphase und steht auf Messers Schneide. In der 72. Minute spielt Allagui einen Querpass auf Holtby. Dieser tunnelt Manuel Neuer im Strafraum zum 1:2. Hier ist der Torwart chancenlos.
Schalke versucht verzweifelt in den letzten Minuten zum Ausgleich zu kommen. Aber da spielen die Mainzer nicht mit. Kurz vor dem Abpfiff wird Noveski von Holtby bedient. Der Innenverteidiger braucht nur noch den rechten Fuß hinzuhalten und Mainz geht uneinholbar mit 1:3 in Führung. Das ist auch der Endstand.
Auch ich bin traurig, denn mein Herz schlägt auch blau-weiß!
Ich finde, dass sich dieser Tag auf jeden Fall gelohnt hat. Er war sehr informativ, interessant und aufregend. Die Arena ist definitiv eine Besichtigung wert, selbst wenn man kein Schalke-Fan ist.
Chantal Meißner, Klasse 8 c, Hittorf-Gymnasium, Recklinghausen

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