Oberhausen

Menschlicher Jedi Meister

03.11.2008 | 19:50 Uhr

Die sechs Star Wars Filme sind abgeschlossen, aber damit endet die Saga nicht.Das Buch ist ein Klonkriegsroman, der zwischen den Episoden II und III angesiedelt ist

BUCHTIPP YODA - PFAD DER DUNKELHEIT Wer kennt ihn nicht, den 900 Jahre alten Jedi Meister Yoda? In den sechs Episoden ist er immer der allwissende Jedi, der nie Fehler macht und für alles weise Ratschläge parat hat. Doch das Buch "Yoda - Pfad der Dunkelheit" von Sean Stewart zeigt Yoda von einer ganz anderen Seite; hier ist er nicht so unfehlbar wie sonst. Er zeigt viele menschlich Züge: Mitgefühl, Trauer, Freude und Zorn und wird so für viele Jugendliche zu einer Figur, die für sie begreiflich wird.

So liefert er sich zum Beispiel mit einem Servierdroiden ein Wortgefecht über sein Essen, das dieser nicht als Nahrung identifizieren kann. "Dumme Maschine. Mein Essen niemals ist auf Speisekarte. Extra für mich zubereitet wurde." An einer anderen Stelle beweist Yoda Graf Dooku, dass auch in ihm die dunkle Seite der Macht steckt.

Kurz zum Inhalt: Das Buch handelt davon, dass Jedi Meister Yoda eine überraschende Nachricht erhält: Sein ehemaliger Schüler, der jetzige Separatistenanführer Graf Dooku, hat sich zu Friedensverhandlungen mit ihm bereit erklärt. Obwohl Yoda eine Falle des heimtückischen Grafen vermutet, kann er das Angebot nicht ausschlagen, da er so vielleicht Millionen von Leben retten und den fürchterlichen Krieg beenden kann. Mit zwei Meister-Padawan Teams bricht er zu diesem schicksalhaften Treffen auf. Was Yoda nicht weiß, ist, dass Graf Dooku seine Schülerin, die gnadenlose Asajj Ventress, rausgeschickt hat, um sie aufzuhalten. Doch am Ende schafft es Yoda, sich auf dem Planeten Vjun mit dem Grafen zu treffen.

Dieser 352-Seiten dicke Roman ist ein sehr guter Mix aus fesselnder Action, Witz und rasanten Lichtschwertduellen. Er weist unerwartete Seiten Yodas auf, hinterhältige Schachzüge Graf Dookus und grausame Anschläge seitens seiner vampirhaften Schülerin und Attentäterin Asajj Ventress, die schon viele Jedi getötet hat.

Der Action geladene Showdown im Château Malreaux ist absolut lesenswert und das Zusammentreffen von Yoda und Dooku ist ein glänzender finaler Höhepunkt.

Allerdings ist dieses Buch nichts für Leute, die keine Science-Fiction- und Fantasybücher mögen.

Insgesamt ist dies ein hervorragendes Buch für Leser, die sich in eine weit, weit entfernte Galaxis entführen lassen wollen. Ich selbst bin ein sehr großer Star Wars Fan und habe schon viele Star Wars Romane gelesen, aber dieser ist mit Abstand der beste, den ich kenne.

Ich kann diesen grandiosen Roman nur weiterempfehlen. Viel Vergnügen beim Lesen.

Lukas Biesen Klasse 8b Freiherr-vom-Stein-Gymnasium

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