Klassik, Blues und Folkrock
05.12.2011 | 14:40 Uhr 2011-12-05T14:40:00+0100Oberhausen. Auch das vierte Oberhausener Gitarrenfestival bestach durch gute Konzerte. Ein Argentinier mit polnischem Namen gewann den Scharpach-Wettbewerb.
Auch dieses Jahr gab es in Oberhausen wieder das Gitarrenfestival. Hochkarätige Künstler gaben vom 4. bis zum 13. November Konzerte im Gdanska, veranstalteten Workshops und Masterclasses. Fans aller Genres kamen auf ihre Kosten.
Die Masterclasses wurden für ambitionierte Studenten und aufstrebende Gitarrenprofis angeboten. Ein Tag in der Masterclass kostete 30 Euro, Schüler der Musikschulen aus Oberhausen und der Umgebung konnten – gemeinsam mit ihren Lehrern – kostenlos teilnehmen.
Zusätzlich gab es verschiedene Workshops. Sie wurden geleitet von Markus Kaiser, Heike Matthiesen, Detlef Bunk und Peter Driessen.
Funky Jazzy Fingerstyle
Markus Kaiser, der auch als Gitarrenlehrer in der Oberhausener Musikschule arbeitet, organisierte den Workshop „Funky Jazzy Fingerstyle“. So nennt der Musiker seine Anschlagtechnik. Er brachte den Teilnehmern auch das sogenannte Folk-Picking bei, das Anschlagen einer Stahlsaite mit dem Daumen.
Auch Detlef Bunk bot Workshops an. Und er kennt sich aus in der Welt der Gitarrenmusik: Er ist Dauergast bei den großen deutschen und internationalen Gitarrenfestivals. In seiner Musikschule bringt er hauptsächlich Jugendlichen das Gitarre spielen bei.
Regelmäßig tourt er durch die Welt und veröffentlicht neue Lieder.
Auch dieses Jahr fand das Oberhausener Guitar Festival in der polnischen Kultkneipe Gdanska am Altmarkt statt. Es war das vierte Festival seiner Art in Oberhausen.
Ein Höhepunkt war auch in diesem Jahr der Scharpach Wettbewerb, ein vom Gitarrenmacher Theo Scharpach gesponserter Wettbewerb. Für die Teilnehmer gab es Meisterkurse, zum Beispiel von dem Gitarristen Carlo Marchione.
1500 Euro Preisgeld
Der Sieger des Wettbewerbs, der Argentinier mit dem polnischen Namen Omán Kaminsky, bekam ein Preisgeld von 1.500 Euro, die Einladung, beim Festival im kommenden Jahr ein Konzert zu geben, Saitensätze der berühmten Firma Savarez und ein Diplom.
Zum Abschluss des Festivals traten noch einmal bekannte Größen der Gitarren-Szene auf, darunter Andrew York und Philip Catherine.
Es gab Konzerte in den Musikrichtungen Klassik, Blues, Passion, Folkrock, Crossover, Bluesrock, Fingerstyle und Jazz.
Das Konzert von Andrew York war in unseren Augen eines der besten Konzerte. Er spielte mit geschlossenen Augen. Und – was ungeübte Augen wohl nicht gesehen haben – seine Gitarre stimmt er teilweise sogar während des Spielens.

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