Frauen bleiben besser am Ball
11.11.2008 | 17:25 Uhr 2008-11-11T17:25:43+0100DFB bemängelt, dass die Deutsche Frauennationalmannschaft nicht so hoch angesehen ist wie die der Männer.Gründe sind unerklärlich. Auch in Oberhausen gibt's kaum weibliche Teams
Der DFB vertritt die Meinung, dass die Nationalmannschaft der Frauen in Deutschland nicht so hoch angesehen ist wie die der Männer.
Der Vorsitzende des DFB, Dr. Theo Zwanziger, sagte gegenüber der Tageszeitung WAZ, dass die Nationalmannschaft der Frauen aus nicht erklärlichen Gründen einen nicht so hohen Status in Deutschland habe. Ihm zufolge habe man im DFB festgestellt, dass die Nationalmannschaft der Herren in allen Belangen nicht nur mehr Fans habe, sondern dass zudem auch bei Spielen mehr Zuschauer in den Stadien seien und vor dem Fernseher mehr Leute säßen.
In Oberhausen ist es genauso, da es hier fast keine Mädchenfußballmannschaft gibt, geschweige denn eine, welche in einer höheren Liga spielt. Er selber finde, dass dies nicht sehr gerecht gegenüber der Nationalmannschaft sei, so Zwanziger. Seiner Meinung nach müsse man der Frauennationalmannschaft mehr Anerkennung zeigen, da sie Deutschland mit ihrer Stärke immer mehr in der Weltspitze des Fußballs bekannt mache, woran vor zehn Jahren noch nicht zu denken war.
Auch der Kapitän der Herrennationalmannschaft, Michael Ballack, plädiert dafür, dass die Nationalmannschaft der Frauen mehr Anerkennung bekommt, da sie "eine wichtige Größe in der Entwicklung des Fußballs in Deutschland" sei.
In Oberhausen stimmen viele Leute dem Kapitän zu, da sie derselben Meinung sind. "Es gibt gar keinen Grund, warum man der Frauennationalmannschaft nicht genauso viel Aufmerksamkeit schenken sollte wie uns", sagt er weiter. Der Präsident des DFB weiß nicht, wie man dieses Problem lösen könnte, aber er hofft, dass die Menschen in Deutschland irgendwann erkennen, dass nicht nur die Männer Fußball spielen können, sondern auch die Frauen.
Dies geschieht hier nur sehr langsam, weil die meisten Leute sich nur für die Herrennationalmannschaft interessieren und der Frauennationalmannschaft dadurch keine Chance lassen, sich zu bewähren. Zudem sagt er auch noch, dass, wenn man es mal realistisch sehen würde, die Nationalmannschaft der Frauen sogar ein kleines bisschen besser sei als die der Männer.
In diesem Punkt gibt es nicht nur hier in Oberhausen sehr viele Streitigkeiten, sondern auch in Städten anderer Bundesländer, da viele nicht mit realistischen Augen an dieses Thema herangehen, sondern nur sehr parteiisch sind.
Der Präsident will sich mit seinen Kollegen nochmals zusammensetzen und überlegen, ob man dieses Problem nicht irgendwie lösen kann. Zu diesem Gespräch werden auch Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel kommen.
David Allhoff Klasse 8d Elsa-Brändström-Gymnasium

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