Fair gehandelte Produkte
12.11.2008 | 19:00 Uhr 2008-11-12T19:00:33+010015 Jahre gibt es schon den "Eine-Welt-Laden" an der Bottroper Straße.Geschäft ist ein Projekt der Evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde mit ehrenamtlichen Mitarbeitern
Die einfache, rustikale Einrichtung erinnert zuerst an einen "Tante-Emma-Laden". Wenn man reinkommt, ist rechts ein Regal mit Büchern und fair gehandelten Heften, in der Mitte ein Tisch mit kleinen Produkten und links ein Regal mit Tee, Honig, Bleistifte, Kaffee und vieles mehr. Dahinter verbirgt sich jedoch der "Eine-Welt-Laden". Er ist seit fast 15 Jahren an der Bottroper Straße 163 untergebracht und hat schon vielen Leuten das Leben ein wenig leichter gemacht.
Der Laden ist ein Projekt der Evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde. Es ist ein Laden, der ehrenamtlich von meist jugendlichen Mitarbeitern geführt wird. Auch ich gehöre seit zwei Jahren zu diesem ehrenamtlichen Helferkreis und investiere ein bisschen Zeit in den Laden, indem ich verkaufe, auszeichne und abrechne.
Verkauft werden Produkte aus Lateinamerika, Afrika und Asien. Sie werden fair verkauft, so dass die Hersteller (Handwerker, Bauern etc.) ihren gerechten Arbeitslohn bekommen und ihn für sich und ihre Familie nutzen können.
Man kann sicher sein, dass hier keine Produkte durch Kinderarbeit angefertigt wurden. Außerdem wollen die Mitarbeiter die Menschen darauf aufmerksam machen, dass es nur eine Welt gibt, in der alle Menschen leben. Früher hießen Läden dieser Art "Dritte-Welt-Laden". Dazu kommt noch, dass keiner das Recht hat, die ärmeren Länder "Dritte Welt" zu nennen. Sie wollen auch auf die bedenkenlose Ausbeutung der ärmeren Länder durch die Industrieländer aufmerksam machen.
Am Ende des Jahres geht der erzielte Gewinn an Projekte, die die sogenannte Dritte-Welt unterstützen. Dieses Jahr zum Beispiel hat der Laden 1 700 Euro an drei verschiedene Projekte gespendet. Letztes Jahr hat der "Eine-Welt-Laden" außerdem den Ehrenamtpreis der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) gewonnen.
Diesen Laden zu eröffnen war meiner Meinung nach eine ausgezeichnete Idee. Man spendet zwar etwas, kriegt aber etwas für sein Geld und kann auch noch sichergehen, dass die Waren nicht von Kinderarbeit gemacht wurde und dass Hersteller ihr Geld auch sicher bekommen.
Tim Schikatis Klasse 8b Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Öffnungszeiten des "Eine-Welt-Laden": Mo + Mi + Do von 16-18 Uhr; Di + Fr von 10-12 Uhr und 16-18 Uhr; Sa von 10.30-12.30 Uhr.

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