Elefantöses Erlebnis
26.11.2008 | 15:00 Uhr 2008-11-26T15:00:00+0100
Hermann Sommer ist Revierleiter im Gehege des Duisburger Zoos. Seine erste Begegnung mit den Tieren wird der Pfleger aber nie vergessen.
Im Duisburger Zoo machte ein afrikanischer Elefant das „Probearbeiten" von Tierpfleger Hermann Sommer zu einem atemberaubenden Erlebnis und einer dickhäutigen Freundschaft.
Als der Tierpfleger Hermann Sommer in den Duisburger Zoo kam, um seinen Job als Elefantenpfleger anzutreten, stand er wie jeder, der Elefantenpfleger ist, vor der Aufnahmeprüfung aller Aufnahmeprüfungen. In diesem Beruf suchen sich nämlich die Tiere ihre Pfleger aus und nicht wie üblich der Chef. „Wenn du eine Herde von vier Elefanten hast und nur ein Tier dich nicht leiden kann, dann kannst du den Job vergessen", weiß Hermann Sommer aus Erfahrung.
Aber so sollte es in der Herde vom Duisburger Zoo wohl nicht sein: Mit den Worten: „Wenn du einmal vor einem Tier wegläufst dann wirst du nie mehr in dieses Gehege kommen", und nur einem großen Besen zur Verteidigung, habe ihn der Revierchef damals in das Gehege geschickt. Zu der Zeit war ein afrikanischer Elefantenbulle in der Herde der, so Hermann Sommer, „jeden wollte". Als Hermann Sommer in dem Gehege war, habe er nur gesehen wie der Elefant mit ausgebreiteten Ohren auf ihn zugerannt kam. Doch mit den Worten vom Revierchef im Ohr habe er sich umgedreht und sei mit dem Besen in der Hand auf das Tier zugerannt und habe nur gehofft, dass dieser gleich anhalten würde. Aber das Tier zeigte mehr Reaktionen als erwartet. Als der Elefant nämlich merkte, dass der Pfleger nicht vor ihm zurückschreckte, hielt er an, verharrte und rannte weg. „Ich habe aber nicht locker gelassen, bin noch hinter ihm her und habe ihm ein paar hinter die Löffel gegeben", berichtet er.
Seitdem seien die beiden die dicksten Freunde und unzertrennlich gewesen.
Doch, „mit 35 Jahren Zooerfahrung hat man sowieso viele schöne, aber auch traurige Geschichten zu erzählen", sagt Hermann Sommer. Diese unvergessliche Geschichte hat sich aber offenbar gelohnt, denn schließlich ist er auch Revierleiter geworden.
Jana Dobberstein, Klasse 8d, Elsa-Brändström-Gymnasium

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