Abtauchen in eine andere Welt
13.12.2011 | 11:53 Uhr 2011-12-13T11:53:00+0100
Oberhausen. Zeus-Reporterin Annika ist leidenschaftliche Taucherin. Es ist ein faszinierendes, aber auch kostspieliges Hobby.
Ausrüstung anziehen. Den sogenannten Lungenautomat in den Mund nehmen. Luft holen. Ab ins Wasser. Abtauchen. Und eine neue Welt entdecken.
Jeder Tauchgang ist ein einmaliges und einzigartiges Erlebnis, an das man sich wohl immer erinnern wird. Denn man kann jedes Mal andere faszinierende Lebewesen sehen, die es nur dort, also im Wasser, gibt.
Tauchen ist eine Sportart, bei der man ruhig unter Wasser durch die Gegend schwebt. Sie ist besonders interessant für Menschen, die einfach mal etwas Neues erleben und sehen möchten.
Wer tauchen will, muss nicht ans Meer
Bevor man allerdings abtaucht, muss man den Tauchschein machen. Denn es ist wichtig, dass man ganz genau weiß, wie die Atemtechnik funktioniert und was alles zu beachten ist.
Es gibt verschiedene Arten von Tauchscheinen. Der erste ist der „Open Water Diver“ (OWD). Hat man diesen absolviert, ist man befähigt, bis in eine Tiefe von maximal 18 Metern zu tauchen. Und da kann man schon eine Menge erleben.
Will man mehr, macht man zusätzlich den „Advanced Open Water Diver“ (AOWD). Inhaber dieses Scheins können noch tiefer abtauchen, um zum Beispiel alte Wracks zu begutachten. Außerdem dürfen sie auch nachts tauchen.
Es gibt noch weitere Scheine, doch für den Hobbytaucher dürften diese beiden Scheine ausreichen.
Wer einen Tauchschein machen möchte, muss nicht unbedingt auf den nächsten Urlaub am Meer warten. Auch hier in Nordrhein-Westfalen gibt es mehrere Möglichkeiten, zu tauchen. Die Tauchschule Mertin in Velbert ist nur eine von vielen, die Kurse anbietet.
Bleibt man zu Hause und entscheidet sich für ein Tauch-Angebot im Ruhrgebiet, taucht man zwar nicht im Meer, aber auch die Seen in der Umgebung haben einiges zu bieten.
Schiffswrack und versenkte Autos
Oder man taucht im Duisburger Gasometer im Landschaftspark Nord. Mit einem Durchmesser von rund 45 Metern, einer Tiefe von 13 Metern und 21 Millionen Liter Süßwasser, ist der Gasometer das größte Indoor-Tauch- und Ausbildungszentrum Europas.
Dort kann man ein Schiffswrack, zwei versenkte Autos und ein künstlich angelegtes Riff betrachten.
Wer Interesse an einem Tauchschein hat, sollte sich aber auch über die Kosten im Klaren sein: Einen OWD zu machen, kann zwischen 250 und 300 Euro kosten.
Der Preis für einen AOWD liegt in der Regel zwischen 150 und 200 Euro. Und für eine neue Ausrüstung zahlt ein Taucher gut und gerne um die 1200 Euro.
Ich bin der Ansicht, diesen Preis kann man zahlen, denn das Gefühl, das man beim Tauchen hat, ist so einzigartig, dass man es nicht beschreiben kann. Man muss es erlebt haben, um zu wissen, wie viel Spaß man dabei haben kann.

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