Kulturhauptstadt

Revierweites Glockenläuten

07.01.2010 | 12:03 Uhr

Am 8. Januar 2010 tönt es in allen Städten: Die Kulturhauptstadt wird eröffnet. Ein Höhepunkt ist das Projekt Schachtzeichen.

2010 wird Essen und das gesamte Ruhrgebiet Kulturhauptstadt Europas. Ziel einer Kulturhauptstadt ist es, dass Einwohner und vor allen Dingen Touristen aus allen Ländern die betreffende Stadt beziehungsweise die Region besser kennenlernen. Durch verschiedene Projekte und Attraktionen möchte man die Aufmerksamkeit der Besucher auf die Region lenken und sich vorteilhaft präsentieren. Die Städte erhoffen sich vom Tragen dieses Titels für ein Jahr ein verbessertes Image und mehr Besucher, die sich für die Region interessieren.

2006 wurde Essen von einer Jury, die zu der Europäischen Union gehört, ausgewählt. Statt des Namens „Essen für das Ruhrgebiet” wurde der Name „Ruhr 2010” stellvertretend für alle Städte im Ruhrgebiet entwickelt. Der Slogan für die Kulturhauptstadt Ruhr 2010 lautet „Wandel durch Kultur”. Der Wandel bezieht sich auf die Veränderung von der Industrieregion gestern zur modernen Wirtschaftsmetropole heute. Diese Entwicklung geschieht unter anderem durch viele kulturelle Veranstaltungen und der Entstehung von Industriekultur, wie zum Beispiel der Zeche Zollverein und der Route Industriekultur, in der ehemalige Zechen in neuem Glanz erstrahlen.

Schachtzeichen bei den Essener Lichtwochen. Foto: Peter Wieler, Essen Marketing GmbH

Für die Kulturhauptstadt „Ruhr 2010” wurde vom Initiativkreis ein umfangreiches Programm entwickelt, welches für jede Alterskategorie etwas anbietet. Es stehen rund 300 Projekte zur Auswahl. Zu den absoluten Highlights gehört unter anderem die Sperrung der A 40 für einen Tag. Dort wird dann eine lange Tischreihe aufgebaut, jeder kann Verpflegung mitbringen und auf der Autobahn essen, trinken und Spaß haben. Außerdem sind dort an verschiedenen Punkten Bands zu hören, viele künstlerische Darstellungen sind zu sehen. Ein anderer Höhepunkt ist das „Schachtzeichen”. Viele gelbe Ballons markieren alle Schächte und Fördertürme im Ruhrgebiet. Es soll an die Bergbaugeschichte unserer Region erinnern.

65 Millionen Euro

Die Kosten für die Kulturhauptstadt sind sehr hoch. Der Gesamtbetrag liegt bei 65 Millionen Euro. Davon sind 48,5 Millionen Euro aus öffentlichen Geldern, die restliche Summe stammt von verschiedenen Sponsoren. Das Kulturhauptstadtjahr startet am 8. Januar 2010 mit einem revierweiten Glockenläuten. Die Eröffnungsfeier selber findet im Rahmen eines offiziellen Festakts am 9. Januar in der Kokerei auf Zollverein mit dem Bundespräsidenten Horst Köhler statt.

Alle Programmpunkte kann man sich im Internet unter www.ruhr2010.de und im Veranstaltungskalender anschauen.

Sofie Köhler und Lena-Sophie Kronenberger, Klasse 8c, Realschule Mellinghofer Straße, Mülheim

Der Zeus-Artikel erschien am 16. November 2009 in der WAZ Mülheim.

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Kommentare
26.11.2009
16:06
Revierweites Glockenläuten
von Tolle Molle | #3

Superidee, das mit dem Glockenläuten. Die Glocken haben den Klang von Totenglocken, den die Kulturhauptstadt ist tot bevor sie beginnt, diese zu sein.

26.11.2009
13:23
Revierweites Glockenläuten
von vielfahrer | #2

Glockenläuten gab es früher außer bei kirchlichen Feierlichkeiten besonders bei Warnung vor Katastrophen., z. B. bei drohendem Hochwaser, Feuersbrünsten usw. Warum läuten zu diesemAnlass dei Glocken? Von christlicher Kultur spürt man imRuhrgebiet nur noch wenig.

18.11.2009
09:44
Revierweites Glockenläuten
von zwangzigzehnwardniegesehn | #1

Glockenläuten. Und erst am 8. Januar (dann sind wohl alle Organisatoren aus dem Urlaub zurück).
Istanbul feiert pünktlich am 1. Januar. Und es gibt ein Fest mit Feuerwerk.
Das Glockenläuten könnt ihr sparen!! Schlaft weiter.

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