Für den Handkuss gibt’s Zucker
22.11.2011 | 14:02 Uhr 2011-11-22T14:02:00+0100
Mülheim. Opferfest, Zuckerfest, Ramadan – drei wichtige islamische Daten. Was sich dahinter verbirgt und was Muslime hier traditionell feiern, erklärt Agrona Bajrami für Zeus.
Alle Jahre wieder feiern die Christen das Weihnachtsfest. Doch wie sieht es in Deutschland mit den vielen muslimischen Mitbürgern aus? Müssen sie auf Familienfeste dieser Art verzichten? Nicht ganz! Denn die meisten feiern stattdessen „Bayram“.
Bayram wird von den Muslimen als Fest bezeichnet. Es gibt hierbei zwei Arten von Bayram: das Zuckerfest und das Opferfest. Das Zuckerfest, also „Secer Bayram“, wird am Tag des Folgemonats nach Ramadan gefeiert.
Bonbons und Geld
Das Zuckerfest dauert drei Tage. An diesen Tagen küssen Jüngere als Zeichen des Respekts den älteren Menschen die Hand und werden dann mit Bonbons oder Geld belohnt.
Das Opferfest, „Kurban Bayram“, wird zwei Monate nach dem Ramadan gefeiert. Ramadan ist die Fastenzeit der Muslimen und dauert einen Monat lang.
Kurban Bayram erinnert nach islamischer Überlieferung an die verhinderte Opferung von Ismael durch seinen Vater Abraham. Daher ist die Opferung eines Schafes ein weiteres Ritual. Dies geschieht am ersten Festtag.
In den nächsten drei Tagen wird das Opferfleisch an bedürftige Menschen sowie an die Nachbarn und Freunde verteilt.
Wer etwas Süßes gemacht hat, zum Beispiel Baklava, verteilt es ebenfalls an die Familie und Freunde.
Nicht jede Familie feiert das Bayram-Fest gleich. Es gibt innerhalb der einzelnen Kulturen teilweise einige Unterschiede.
Oft denkt man bei Muslimen nur an Türken, aber auch andere Völker wie zum Beispiel die Albaner gehören zu diesem Religionskreis.

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