Moers

Sonntagsfirmung in Borth

24.06.2011 | 13:55 Uhr
Sonntagsfirmung in Borth
Die Firmung ist eines der sieben Sakramente des Christentums. Sie gilt als Vollendung der Taufe und soll den Firmling in der Gemeinde verankern. Foto: Tim Cordes

Moers.So viele Jugendliche wie zuletzt vor 30 Jahren wurden in Borth gefirmt. Pastor Thomas Burg verlieh 74 Jugendliche das Sakrament.

Das jährliche, katholische Ereignis fand am Sonntag, dem 29. Mai in Borth statt. 39 junge Männer und 37 junge Frauen erhielten die heilige Firmung, die vom Weihbischof Wilfried Theising „verliehen“ wurde.

Auch zwei erwachsene Männer wurden gefirmt. Pastor Thomas Burg übte jede Woche in Gruppen die Katechese aus und informierte so über die Geschehnisse in der Vergangenheit. Viele Jugendliche mussten sich deutlich zusammenreißen, dass sie zum Unterricht gehen. Zugegeben war es nicht das Spannendste im Leben eines Teenagers, doch auch das gehört dazu! Jetzt endlich hatte sich der ganze Aufwand auch gelohnt, was einige Mädchen und Jungen auch bestätigen können. Der wöchentliche Kirchenbesuch am Sonntag stand ebenfalls auf dem Plan. Die Kirche war so immer gut besucht, so dass teilweise jemand stehen musste. Da fiel es besonders schwer zur Kirche zu gehen. Doch zum Glück gab es am Tag der Firmung reservierte Plätze für uns Firmlinge.

Volle Reihen in der Kirche

Doch woher kamen eigentlich so viele Jugendliche? Obwohl die Firmung in Borth stattfand, legte der Pastor, Thomas Burg, die Orte Ossenberg, Wallach und Borth zusammen. So kam eine erstaunlich hohe Teilnehmerzahl zustande, die zuletzt vor über 30 Jahren entstanden ist. Sonntag war es schließlich soweit. Wir wurden gefirmt. Die Kirche wurde auf keine Art und Weise besonders geschmückt. Jedoch wussten genug Menschen, dass eine Firmung stattfand. Jegliche Erwachsene haben gezittert und gehofft, dass alles gut geht.

„Ich war noch nie so aufgeregt!“

Doch nicht nur die Erwachsenen, auch die Jugendlichen haben gehofft. „Ich war noch nie so aufgeregt,“ sagte ein Mädchen. Einer meiner Freund sagte, dass er sich schon riesig darauf freue, vor einem „echten“ Weihbischof zu stehen. Das ist auch verständlich. Denn noch nie in unserem Leben standen wir vor einem. Das ist schon etwas einmaliges, dachte ich mir. Sicherlich war ich da nicht die Einzige. Eine anderer erwiderte jedoch, dass ihm das gar nicht so wichtig sei. Er nehme nur für seine Familie teil. Diese Einstellung finde ich total „daneben“. Denn wenn man Christ (zu dt.: Die Gesalbten) ist, sollte man so eine wichtige Angelegenheit ernst nehmen oder gar erst daran teilzunehmen. Die meisten jedoch nahmen die Firmung, trotz weniger Störungen während des Unterrichtes, ernst.

Rilana Juran, Klasse 8d, Gymnasium Adolfinum, Moers

Zeus-Reporter

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