Schüler machten blau
07.05.2009 | 18:17 Uhr 2009-05-07T18:17:00+0200
Unterricht war gestern am Grafschafter Gymnasium nicht so wichtig. Die 8a hatte Besuch von Schalke-Profi Benedikt Höwedes.
Deutschunterricht? Später. Chemie? Gerade nicht. Bei der Klasse 8a vom Grafschafter Gymnasium stand Schalke auf dem Stundenplan. Genauer gesagt, ein Besuch von Innenverteidiger Benedikt Höwedes. Den Besuch hatte die Klasse beim Zeus-Quiz gewonnen und wurde nicht enttäuscht. Benedikt Höwedes schrieb jede Menge Autogramme, ließ sich mit den Schülern fotografieren und beantwortete alle möglichen Fragen.
Wie es ist, in ein ausverkauftes Stadion einzulaufen, wollten die Schüler wissen. „Ich kriege immer noch jedes Mal Gänsehaut”, verriet Höwedes. Schon als Kind sei er Schalke-Anhänger und regelmäßig zum Anfeuern im Stadion der Königsblauen gewesen. Mittlerweile steht Höwedes schon seit fast acht Jahren selbst im Schalketrikot auf dem Platz. Seit der Saison 2007/08 verstärkt er die erste Mannschaft in der Bundesliga.
Gäbe es eine Alternative zum Fußball? „Das wüsste ich auch gerne”, sagt der U-21-Nationalspieler. Das Abitur hat er im vergangenen Jahr gemacht – zur Sicherheit. Doch ansonsten feilt Höwedes an seiner Karriere auf dem Platz. Auf die Frage nach den schönsten Momenten in seiner bisherigen Laufbahn sagte der 21-Jährige: „Richtig cool war, als wir Porto in der Champions League noch geschlagen haben.” In einem Elfmeterkrimi hatten die Schalker das portugiesische Team in der vergangenen Saison so gerade noch im Achtelfinale der Königsklasse besiegt. „Das war schon richtig super.”
„Richtig super” war übrigens auch der Ausdruck, mit dem die Damenwelt am Grafschafter Gymnasium den Fußballprofi bezeichnete. Die Autogramme waren heiß begehrt. Alles neue Schalke-Fans? „Fußball interessiert mich nicht so”, sagte Olga. „Aber Fan von Benedikt Höwedes bin ich jetzt.”
René dagegen unterstützt die Schalker schon seit Jahren. Der 15-Jährige hatte extra sein Trikot mitgebracht, um es signieren zu lassen. Für alle, die kein Trikot im Schrank hatten, gab es weiß-blaue T-Shirts – und außerdem noch einen signierten Fußball für Kira Nileßen. Sie hatte für ihre Klasse den Besuch von Höwedes gewonnen. Dabei sein konnte sie dann allerdings nicht. Kira lag krank zu Hause im Bett.
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