Meschede

Spielerisch den Alltag lernen

04.11.2008 | 18:06 Uhr

Meschede. Viele große Augen sahen uns an, es war absolut still. Wir hörten nur das Klackern der Materialien. Eigentlich kennt man Kindergärten eher laut und unruhig, aber in der Arche in Heinrichsthal ist das etwas ganz anderes.

In die Arche können behinderte und nicht behinderte Kinder gehen. Hier sind die Kinder ruhiger und gelassener.

Kleine Gruppen Das kommt daher, da nur sechs bis acht Kinder in einer Gruppe sind. Viele behinderte Kinder werden im Alltag geärgert oder nicht wahrgenommen, dies ist hier anders.

Die Arche ist ein Montessori Kindergarten, in der Schulstraße in Heinrichsthal. In dem Kindergarten gibt es vier Gruppen. In drei von ihnen sind hyperaktive, antriebsarme, blinde oder geistig behinderte Kinder. Sie werden von drei bis vier Erzieherinnen, die ein Montessori-Diplom haben, betreut. Die andere Gruppe besteht aus nicht behinderten Kindern mit etwa 20 Kindern.

Alle machen unterschiedliche Lernphasen durch. Für diese Lernphasen sind in den Gruppen bestimmte Materialien enthalten, mit denen die Kinder das Rechnen, Schreiben oder auch Dinge aus dem alltäglichen Leben spielerisch erlernen können.

Es gibt zum Beispiel eine Greifübung, bei der die Kinder mit einer Zange Bohnen der Größe nach in einzelne Gefäße ordnen müssen. Es gibt viele Übungen, mit denen die Kinder das Rechnen und das Schreiben spielerisch erlernen können.

Außerdem werden die Kinder in der Arche zu Selbstständigkeit erzogen. Sie werden nicht gezwungen, etwas zu lernen, sondern machen es freiwillig.

Viel Wert auf Bewegung Außerdem werden unterschiedliche Therapieangebote angeboten, da es viele unterschiedliche Behinderungen gibt.

Es gibt zum Beispiel die Krankengymnastik, mit der die Kinder lernen, ihren Körper zu beherrschen. Zudem legt der Kindergarten sehr viel Wert auf Bewegung. Deshalb geht eine Gruppe einmal in der Woche schwimmen. Und es werden Waldtage veranstaltet, an denen alle Kinder zusammen in den Wald gehen.

Nadine Spancken, Katrin Suermann und Clara Stuhldreier, Klasse 8b, St.Walburga-Realschule

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