No Body's perfect
28.10.2009 | 18:09 Uhr 2009-10-28T18:09:00+0100
Menden. Schönheitskorrekturen bei Hautärzten boomen. Sie sind nicht nur bei Promis gefragt.
Der Schönheitswahn erobert Deutschland. Zu diesem Thema befragten wir die Dermatologin Dr. Barbara Möller-Maßling (46), die in Menden eine hautärztliche Praxis mit Dr. Anja Wippermann führt. Schönheitskorrekturen sind ein Teilbereich ihrer Arbeit.
In erster Linie wollte Dr. Möller-Maßling Ärztin werden. Im Studium entschied sie sich aus Interesse für den vielseitigen Bereich der Dermatologie. Seit 15 Jahren übt sie diesen Beruf in ihrer eigenen Praxis aus. In dieser Zeit hat sich die Nachfrage nach Schönheitsbehandlungen deutlich vergrößert. In ihrer Praxis bietet sie seit zwölf Jahren ästhetische Behandlungen wie Akneausreinigungen, Fruchtsäurepeelings, Faltenunterspritzungen, Botulinumtoxin, Laserbehandlungen, wie zum Beispiel Haarentfernungen und anderes an. Doch warum entscheiden sich Leute für solch einen Eingriff?
Dr. Möller-Maßling denkt, dass die meisten Patienten es für sich selbst machen. Die Krankenkasse zahlt keine kosmetischen Behandlungen, da es jedem selbst überlassen ist, sich für so eine Behandlung zu entscheiden. Die Preise sind für den Patienten je nach Behandlung unterschiedlich hoch. Es beginnt mit 15 Euro für eine Akneausreinigung und kann bis in den dreistelligen Bereich steigen. Natürlich werden nicht alle Wünsche nach Schönheitskorrekturen ausgeführt, wenn der Dermatologin diese zu übertrieben oder ihr Idealvorstellungen unerreichbar vorkommen.
Betäubung sinnvoll
Die Dauer einer Behandlung ist je nach Eingriff unterschiedlich, sie beginnt mit zehn Minuten und kann bis zu einer Stunde dauern. Eine Betäubung ist möglich und sinnvoll, wenn sie nicht schmerzhafter als der Eingriff selbst ist. Selbstverständlich gibt es bei solchen Eingriffen auch Risiken. Es kann zu Blutergüssen, Schwellungen und Rötungen kommen, im ganz seltenen Fall bei Faltenunterspritzungen auch zu Knotenbildungen. Dies wird aber im Beratungsgespräch vorab ausführlich besprochen.
Die persönliche Meinung von Dr. Möller-Maßling ist, dass jeder Mensch selbst entscheiden muss, ob für ihn Schönheitskorrekturen in Frage kommen.
Marlena Dietz, Kim Spiekermann, Franziska Füßl, Klasse 8b, Walburgisgymnasium, Menden

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