Hilfe für die Fälle ohne Hoffnung
24.04.2008 | 19:25 Uhr 2008-04-24T19:25:44+0200Selm/Recklinghausen. Ein Kind ist unheilbar erkrankt, seine Lebenszeit begrenzt. So kommt Jens Schneider mit seinem ehrenamtlichen Team ins Spiel. ...
... Der Kinderhospizdienst im Kreis Recklinghausen hilft den Eltern und den schwer kranken Kindern, die meistens nicht älter als 19 Jahre alt werden, nach der schlimmen Diagnose und steht ihnen bei. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter helfen im Haushalt, beim Einkaufen und einfach bei allem, wobei sie den Eltern helfen können. Der Kinderhospizdienst leistet nach dem Tod des Kindes eine Trauerbegleitung. Dazu gehört unter anderem auch, dass die Ehrenamtlichen die Familien über den Tod des Kindes hinaus besuchen.
1990 gründeten sechs Eltern von schwer kranken Kindern den deutschen Kinderhospizverein, der Träger des ambulanten Kinderhospizdienstes ist. Ab 2004 begann der Aufbau von ambulanten Kinderhospizdiensten. Heute gibt es 15 ambulante Kinderhospizdienste unter dem Dach des Vereins, die hauptsächlich im Westen Deutschlands verteilt sind. 2005 wurde die deutsche Kinderhospizakademie gegründet. Die Arbeit des ambulanten Kinderhospizdienstes wird zu einem Drittel durch Fördermittel finanziert.
Die restlichen zwei Drittel muss der Kinderhospizdienst über Spenden finanzieren. Für die Familien ist die Unterstützung durch die ehrenamtlichen Helfer kostenlos. Die Mitarbeiter sind in der Regel einmal pro Woche für mehrere Stunden in der Familie. Als Abwechslung und Hilfe gibt es für die Eltern und ihre Kinder zum Beispiel auch ein Elterncafé. Die Kinder können zusammen spielen und die Eltern können sich über ihre Erfahrungen austauschen. Man darf aber nicht vergessen, dass der Kinderhospizverein nicht für die Krankenpflege der Kinder da ist, sondern mehr als Unterstützung im Alltag dient.
Die ehrenamtlichen Mitarbeiter werden in einem 80-stündigen Vorbereitungskurs auf ihre Arbeit vorbereitet. In jeder Familie gibt es zwei Ehrenamtliche, da jeder Mitarbeiter eng mit der Familie zusammenarbeitet und immer mal einer ausfallen kann.
Für die Eltern platzen Träume
Derzeit unterstützt der Kinderhospizdienst im Kreis Recklinghausen 17 Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern. Viele Eltern trauen sich erst nicht, den Dienst zu beanspruchen, da sie nicht damit klarkommen, dass ihre Kinder sterben werden. Für Eltern platzt dann ein Traum, da ihre Kinder zum Beispiel nie heiraten werden. Manche Eltern wollen ihre Kinder nicht in die Hände von anderen geben. Jedoch ist der Dienst meistens sehr hilfreich.
Noch zu wenige Menschen wissen von diesem Dienst. Viele Eltern fühlen sich allein gelassen. Es ist wichtig, dass jeder weiß, dass er in so einem Fall nicht allein ist. Ina Grobe, Justin Retzlaff, Nadine Reher, Fabian Nowak Klasse 8c, SGS

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