Erste Hilfe leicht gemacht
14.06.2011 | 14:59 Uhr 2011-06-14T14:59:00+0200
Lünen. Immer weniger Menschen können bei Unfällen Erste Hilfe leisten. Entweder sie trauen sich nicht oder sie können es gar nicht. Es ist hilfreich Erste Hilfe zu können, denn es kann immer etwas passieren, selbst im Haushalt.
Zum Beispiel verschluckt sich ein Kind und bekommt keine Luft mehr oder jemand hat Herzprobleme und hat auf einmal einen Herzinfarkt. Was dann? Die Zeit, bis der Krankenwagen eintrifft, sollte man für erste Hilfsmaßnahmen nutzen, denn es dauert nur wenige Sekunden, bis das Gehirn keinen Sauerstoff mehr hat und bleibende Schäden nicht mehr zu 100 Prozent zu verhindern sind. In dem Augenblick, wo das Herz aufhört zu schlagen, zählt jede Sekunde! Lange zögern ist da nicht möglich.
An Erste-Hilfe-Kursen kann man überall teilnehmen und wo sie stattfinden, kann man ganz leicht im Internet herausfinden. Erst kürzlich gab es einen Erste-Hilfe-Kurs in der Turnhalle des Gymnasiums Altlünen. Dort lernten die Schüler die Herz-Lungen-Massage und die stabile Seitenlage für das Rettungsschwimmer-Abzeichen. Marie, eine Schülerin, die dort teilgenommen hat, sagte: „Es war interessant zu lernen, wie die Herz-Lungen-Massage und die stabile Seitenlage funktionieren. Vor allem, dass die Puppe, an der wir die Herz-Rhythmus-Massage ausprobieren durften, gemessen hat, wie stark wir gedrückt haben und es ausgedruckt hat. So konnte man sehen, ob die Person überlebt hätte oder nicht.“
Es ist nur empfehlenswert, Erste Hilfe leisten zu können, denn es ist ein gutes Gefühl anderen das Leben zu retten.
Schnell vergessen
Um zu verhindern, dass Menschen sterben, ist es sinnvoll einen Kurs zu belegen. Man lernt Erste Hilfe zwar auch für den Führerschein, aber viele Menschen haben schnell alles vergessen. Bei einem Unfall können sie den Betroffenen nicht helfen. Sie müssen warten, bis der Krankenwagen kommt und dann kann es schon zu spät sein.
Hier sind ein Paar Tipps für die erste Hilfe:
Stabile Seitenlage: An einer Unfallstelle findet man eine Person auf: Als erstes wird der Krankenwagen alarmiert. Dann wird geprüft, ob der Verletzte ansprechbar ist, indem man ihn anstoßt und ihn anspricht. Reagiert der Verletzte, hält man ihn wach und legt ihn in die stabile Seitenlage.
Herz-Lungen-Massage: Wenn der Verletzte jedoch nicht reagiert, muss man schauen, ob derjenige atmet. Das wird gemacht, indem man mit dem Gesicht nah an die Nase des anderen geht und auf dem Brustkorb guckt. Bewegt er sich, wird er in die stabile Seitenlage gelegt. Bewegt er sich nicht, muss eine Herz-Lungen-Massage durchgeführt werden, die folgendermaßen funktioniert: Die eine Hand wird über die andere gelegt, damit man genügend Kraft hat, um eine Person wiederzubeleben. Die Hände werden in die Mitte des Brustkorbes gelegt und dann wird 30 Mal der Brustkorb herunter gedrückt und zwei Mal Luft in den anderen Körper geblasen. Entweder per Mund-zu-Mund-Beatmung oder per Mund-zu-Nase. Dabei muss der Kopf gestreckt sein, das heißt etwas nach hinten gezogen werden, damit die Luft in die Lunge kommt.
Also, demnächst nicht einfach bei einem Unfall weggucken. Sondern helfen, denn die Erste Hilfe ist sehr wichtig. Man sollte aber auch das Wissen der Ersten Hilfe immer wieder auffrischen, um Menschen zu helfen. Kurse für die Erste Hilfe gibt es überall und die meisten sind auch kostenlos.
Jacqueline Löbl, Klasse 8a, Gymnasium Lünen-Altlünen

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