Traumberuf Weihbischof? Zeus-Reporter haken nach
08.10.2009 | 18:22 Uhr 2009-10-08T18:22:00+0200
Religionsunterricht einmal anders. In der vergangenen Woche bekam die Geschwister-Scholl-Realschule hohen Besuch. Weihbischof Franz Vorrath stand den Zeus-Reportern Rede und Antwort. Er sprach über das Zölibat, die Kirchensteuer und Kindheitswünsche.
Die für uns bedeutendsteFrage war, was den Essener Weihbischof Franz Vorrath überhaupt dazu bewogen hat, gerade unsere Schule zu besuchen. Er erklärte uns, dass er sich während des Besuchs der beiden Gemeinden Plettenberg und Herscheid auch ein Bild von den Schulen machen wollte. Er habe eine hohe Meinung von der Institution Schule, da sie vor allem auch Erziehungsaufgaben übernehme.
Wir wollten wissen, wieso sich Franz Vorrath in jungen Jahren dazu entschied, Priester zu werden. Seine Eltern seien „streng katholisch” gewesen, so Vorrath. Und auch er sei so erzogen worden, und zwar liebevoll und mit christlichen Werten.Vorrath hat noch drei Geschwister. Sein Vater war Chemotechniker, seine Mutter Hausfrau. 1962 wurde Vorrath zum Priester geweiht. Sein Berufsziel während seiner Jugendzeit sei aber nicht unbedingt das Priesteramt gewesen. Er habe sich auch vorstellen können, Lehrer oder Ingenieur zu werden. In seiner Freizeit liest und wandert er gerne.
Auf die Frage, wie er zum Zölibat, also zur Ehelosigkeit sowie der geschlechtlichen Enthaltsamkeit stehe, antwortete er : „Es ist eine Lebensform, die sehr erfüllend sein kann.”
Auch Weihbischof Vorrath beobachtet die momentane Situation der Katholischen Kirche wachsam. Die zunehmende Zahl der Kirchenaustritte bereite ihm Sorgen. „Jeder Austritt ist einer zu viel.” Die Bindung zur Kirche habe im Laufe der Zeit nachgelassen. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise sei die Kirchensteuer für manche ein Grund, der Kirche den Rücken zu kehren. Auf die Frage, wie man diesem Problem in Zukunft entgegentreten könne, antwortete Weihbischof Vorrath: Über die genaue Verwendung und Einnahmen von Kirchensteuern müsse aufgeklärt werden. Zudem sei es wichtig, mehr pastorale und seelsorgliche Arbeit zu leisten.
Kevin Hollmann, Katharina Skowron, Jessica Rehner und Vanessa Spiewok, Klasse 8d,GSR Plettenberg

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