Spaß beim Hap-Ki-Do
15.12.2011 | 17:31 Uhr 2011-12-15T17:31:00+0100
Plettenberg. Die koreanische Kampfsportart vermittelt nicht nur Selbstverteidigungstechniken, sondern auch Disziplin und Teamverhalten.
Donnerstag, kurz vor 17 Uhr: Gleich müsste unser Trainer Jürgen Rath kommen. Wir stehen alle erwartungsvoll an der Sporthalle der Vier-Täler-Schule in Holthausen. Als unser Trainer endlich kommt, schließt er die Sporthalle auf und wir stürmen in die Kabinen, um uns umzuziehen. Denn keiner von uns kann es erwarten: das Hap-Ki-Do-Training.
Dafür trägt jeder von uns einen schwarzen Anzug mit einem Gürtel. Die Gürtel haben verschiedene Farben. An den Farben erkennt man den Leistungsgrad. Es gibt viele verschiedene Grade. Am Anfang bekommt man den weißen Gürtel. Dann kann man eine so genannte Gürtelprüfung machen, die zweimal im Jahr stattfindet. Dort kann man sein Können unter Beweis stellen.
Auf den weißen, folgt der weiß-gelbe Gürtel. Die nächsten Stufen werden durch die Farben Gelb, Gelb-Orange und Orange gekennzeichnet. Ab diesem Grad zeigen nur noch einfarbige Gürtel in den Farben Grün, Blau, Braun und Rot den Leistungsstand an. Im Anschluss folgen die schwarzen Gürtel. Von denen gibt es sieben verschiedene, die vom ersten schwarzen Dan (jap. Stufe, Rang) bis zum siebten schwarzen Dan reichen.
Rolltechniken zum Austoben
Nach dem Umziehen beginnen wir mit dem Aufbau der Matten, auf denen wir danach trainieren werden. Doch zunächst begrüßen wir uns. Dabei verbeugen wir uns vor unserem Trainer. Danach beginnen wir mit den Aufwärmübungen. Im Anschluss üben wir die Rolltechniken, die einen Riesenspaß bereiten, da man sich bei diesen Techniken richtig austoben kann.
Das Kinder- und Jugendtraining findet donnerstags von 17 bis 19 Uhr und das für Erwachsene von 19 bis 21 Uhr statt. Die Altersbeschränkung für erstes liegt bei sieben Jahren.
Wichtig: Konzentration
Nach den Rollübungen haben wir fünf Minuten Pause, dann folgen die Fuß- und Handtechniken. Dabei müssen sich die Schüler sehr gut konzentrieren. Wenn der Trainer „Letzte Technik“ ruft, freuen wir uns, denn am Ende spielen wir in der Regel ein bis zwei Spiele. Zum Abschluss stellen wir uns zur Verabschiedung auf, knien uns hin und schließen für eine Minute die Augen. Danach erheben und verbeugen wir uns. Dann dürfen wir gehen.
Hap-Ki-Do ist nicht nur eine Sportart zur Selbstverteidigung, sondern vermittelt auch Disziplin und Teamverhalten.
Noel Meiritz, Klasse: 8b, Geschwister-Scholl-Realschule, Plettenberg

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