Im Labor der Lichtfabrik Erco
16.12.2011 | 16:36 Uhr 2011-12-16T16:36:00+0100
Lüdenscheid. Ingenieur Herbert Hänsel ist verantwortlich für die Überprüfung der Sonderleuchten. Mit Zeus-Reporter Ron Westerwell sprach er über seine Arbeit.
Am 1. Juli 1934 wurde die Firma Reininghaus & Co. von Arnold Reininghaus, Paul Buschhaus und Karl Reeber gegründet. Damit legten die drei den Grundstein für die Lichtfabrik Erco, die sich später zum größten Hersteller von Federzugleuchten in Europa entwickelte.
1963 beruft Arnold Reininghaus seinen Schwiegersohn Klaus Maack in die Geschäftsführung. Unter ihm entstand eine neue Philosophie, bei der das Wechselspiel zwischen Licht, Architektur und Objektformen im Vordergrund stand.
Mit dem Konzept „Licht statt Leuchten“ entstanden ein neues Logo, Drucksachen, eine Firmenbroschüre und Kataloge, „aus denen sich letztlich“, nach eigenen Angaben, „das bis heute weiterentwickelte, vielfach ausgezeichnete Erscheinungsbild von Erco formte“.
Zielorte auf allen Kontinenten
Das erfolgreiche Unternehmen in Lüdenscheid verlassen täglich Tausende von Leuchten. Ihre Ziele sind Gebäude auf allen Kontinenten. Die Fertigungs- und Prüfprozesse unterliegen strengen Standards, die diese Produkte für einen langen Gebrauch qualifizieren.
Zeus-Reporter Ron Westerwell sprach im Interview mit Erco-Mitarbeiter Herbert Hänsel (50).
Herr Hänsel, welchen Beruf üben Sie bei der Firma Erco aus?
Den Beruf des Laboringenieurs.
Wie Lange sind Sie schon bei der Firma tätig?
Seit Oktober 1988, davon die letzten sieben Jahre im Labor.
In welcher Abteilung sind Sie tätig?
In der Abteilung der Forschung und Entwicklung.
Was machen Sie dort?
Ich überprüfe, ob alle Vorschriften für Sonderleuchten eingehalten werden.
Was versteht man darunter genau?
Es gibt für alle Leuchten Vorschriften, die eingehalten werden müssen, die jedoch in verschiedenen Länder unterschiedlich sind. So haben zum Beispiel Europa, Japan oder die USA unterschiedliche Vorschriften. Leuchten werden auf Sicherheit, Temperatur und auf elektromagnetische Verträglichkeit getestet. Sie dürfen zum Beispiel keine Funkgeräte oder ähnliches stören. Weiterhin muss eine Leuchte je nach Einsatzgebiet auch verschiedene Bedingungen aushalten können und dabei einwandfrei funktionieren, etwa unter Wasser oder in der Sauna.
Das heißt also, Erco verkauft weltweit Leuchten?
Ja, wir sind weltweit vertreten. Wir haben das Brandenburger Tor in Berlin beleuchtet, aber auch die National Gallery in London. Wir beleuchten Museen, Universitäten, Kirchen, Flughäfen und vieles mehr auf der ganzen Welt.
Finden Sie Ihren Beruf interessant?
Ja, sehr, weil ich nur Sonderleuchten prüfe, die speziell nach besonderen Kundenwünschen hergestellt werden und natürlich auch alle Sicherheitsmerkmale erfüllen müssen. Wenn eine Leuchte eine Vorschrift nicht einhält, muss ich der Konstruktion erklären, wie die Leuchte umgebaut werden muss. Das ist speziell bei Sonderleuchten interessant und abwechslungsreich.
Ron Westerwell, Klasse: 8a, Burggymnasium der Stadt Altena

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