Die Arbeit eines Richters
22.11.2011 | 11:39 Uhr 2011-11-22T11:39:00+0100
Hagen. Über seine Aufgaben, seinen früheren Berufswunsch und seinen schlimmsten Fall sprach Albrecht Bogumil, Richter am Amtsgericht in Hagen, mit den Zeus-Reporterinnen Nicole Graf und Aylin Ulucay.
Wie lange sind Sie schon als Richter tätig und wie lange muss man studieren, um Richter zu werden?
Ich bin seit neun Jahren Richter und musste dafür ungefähr fünf Jahre studieren. Danach folgte aber noch die praktische Ausbildung als Rechtsreferendar, die ich zwei Jahre lang in Dortmund absolvierte.
Was wollten Sie früher werden?
Früher wollte ich Künstler werden, aber weil ich eine sichere Arbeitsstelle haben und gleichzeitig unabhängig sein wollte, entschied ich mich doch für den Beruf des Richters.
Bearbeiten Sie täglich Fälle?
Ich gehe nicht jeden Tag in eine Verhandlung, denn neben diesen gehören auch Büroarbeiten zu meinen Aufgaben. Außerdem sitze ich zum Teil mehrere Stunden am Stück in einem Prozess. Trotzdem macht mir meine Arbeit Spaß.
Wie kommt ein Urteil zu Stande?
Ein Urteil beruht auf allem, was der Richter im Laufe der Verhandlung erfahren hat und wird nach bestimmtem Kriterien gefällt. Durch meine langjährige Erfahrungen als Richter merkte ich auch hin und wieder, wenn ein Zeuge oder Angeklagter lügt.
Was war bislang Ihr schlimmster Fall?
Mein schlimmster Fall war ein Mordfall in Paderborn.
Ist der Beruf des Richters wirklich so, wie er im Fernsehen dargestellt wird?
Nein, Gerichtssendungen entsprechen nicht der Realität. Denn im wahren Leben gibt es bestimmte Regeln, an die sich alle – anders als im Fernsehen dargestellt – halten müssten
Vielen Dank für das Gespräch.
Nicole Graf, Aylin Ulucay, Klasse: 8b, Burggymnasium der Stadt Altena, Altena

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