Ahe Hammer vereinte Feuer und Wasser
05.12.2011 | 16:14 Uhr 2011-12-05T16:14:00+0100
Werdohl. Bevor die Hammerschmiede im Tal der schwarzen Ahe Besuchern als Museum zugänglich gemacht wurde, war sie seit 1562 für ihr hochwertiges Eisen bekannt.
Zwischen Herscheid und Werdohl, im Tal der schwarzen Ahe, liegt der Ahe Hammer. Diese Hammerschmiede wurde urkundlich 1562 im Besitz von Peter to Bruninckhusen erstmalig erwähnt und bis 1942 von Familie Brüninghaus betrieben. Traditionell wurde sie dabei vom Vater auf den Sohn vererbt.
Der Hammer wird durch Wasserkraft angetrieben. Dabei fließt das Wasser aus dem Hammerteich über zwei Wasserräder, von denen eins als Luftzufuhr der Öfen, das andere als Hammerantrieb dient. Unter den geschickten Händen des Schmiedes entstand hier das begehrte Osemundeisen. Diese wurde mit Pferdekarren zunächst nach Altena zur Drahtherstellung, später aber bis ins benachbarte Ausland geliefert.
Eisenherstellung streng geheim
Ab 1827 war die Firma Krupp in Essen der Hauptabnehmer, da das Eisen aus dem Ahe Hammer das hochwertigste war. Das Geheimnis der Herstellung wurde von den Reidemeistern, so hießen die Besitzer, streng gewahrt. Der Ahe Hammer ist heute ein Denkmal von nationaler Bedeutung.
Seit seiner Restaurierung im Jahre 1950 wird er als Museum betrieben und seit 40 Jahren liebevoll von Alfred Hinsching betreut, dessen launige Vorführungen weit über die Grenzen des Märkischen Kreises hinaus bekannt sind.
Luisa Stagni, Klasse: 8c, Burggymnasium der Stadt Altena

0mitdiskutieren