Kirche

Tage vor der Konfirmation – Christen im „Vorfeststress“

01.05.2012 | 13:00 Uhr
Tage vor der Konfirmation – Christen im „Vorfeststress“
Mit der Konfirmation werden junge, evangelische Christen zum Abendmahl zugelassen. Foto: Büdenbender/WR

Lünen.   Für evangelische Jungen und Mädchen ist die Konfirmation ein besonderes Ereignis. Da sollte natürlich alles glatt gehen: Vom Outfit über die Tischdekoration bis hin zur Frisur. Zeus-Reporterin Annika Schulze Gemen berichtet über die Aufregung wenige Tage vor der Konfirmation.

„Wir müssen noch in die Stadt, die Dekoration für die Tische kaufen! Und wir müssen das Haus auch noch auf Vordermann bringen!“ „Ja“, tönt die genervte Stimme meiner Mutter aus dem Wohnzimmer, „gleich! Ich muss putzten.“

So in etwa sieht es im Moment bei mir, wie auch bei anderen Konfirmanden, zu Hause aus. Denn am Samstag werde ich konfirmiert. Meine Konfirmationsgruppe aus dem Johannes-Bezirk in Lünen freut sich schon auf den besonderen Tag. Denn Konfirmation bedeutet auch: leckeres Essen genießen, die lieben Verwandten begrüßen und natürlich die heiß begehrten Geschenke absahnen.

Für manche Eltern bedeutet Konfirmation allerdings auch: Einkaufen, Putzen und Stress. Der typische „Vorfeststress“ eben. Wird auch alles gutgehen? Sollten die Fenster nicht doch noch einmal geputzt werden?

Pfarrer entspannt noch auf Mallorca

Pfarrer Ulrich Klink, Leiter der Konfirmationsgruppe, der auch den Gottesdienst halten wird, weiß schon aus den vorigen Jahren, wie man sich auf die Konfirmation am Besten vorbereitet: Ruhe und Sonnenschein. „Ich bin im Moment auf Mallorca. Das ist doch auch eine Vorbereitung. So kann ich mal richtig entspannen. Ich hoffe, dass ich dann am Samstag braun gebrannt und gut erholt vor euch stehe“, sagt er.

Seit Oktober 2010 bereiten wir, meine Konfirmationsgruppe und ich, uns auf die Konfirmation vor. Konfirmiert zu werden heißt ja schließlich, dass man seine Taufe bestätigt und somit der eigenen Kirchenzugehörigkeit zustimmt. Man feiert außerdem die Zulassung zum Abendmahl.

25 Mal mussten wir an einem Gottesdienst teilgenommen haben, aber das ist bei jedem Pfarrer unterschiedlich. Mit dabei war auch eine mehrtägige Konfirmationsfahrt in den Harz. Dort haben wir viele Dinge unternommen. Wir haben ein Museum besucht, Filme geguckt, sind gewandert und noch einiges mehr.

Auch das Konfirmationsoutfit kann zum Drama werden

Außerdem gibt es da noch das Thema Konfirmation-Outfit, was ein ganz schönes Drama werden kann. Schließlich sollte das Outfit schon seit Wochen eigentlich feststehen.

In der Dortmunder Innenstadt, hier in Lünen oder auch in Internetshops nach der richtigen Kleidung suchen, sorgt natürlich für Stress und Freude gleichzeitig: Ob Ballerinas, Pumps oder gar High Heels angezogen werden? Und kann ich darin dann auch laufen? Weil viele üben, hört man ständig das Klackern der hohen Schuhe. Einige der Jungen überlegen scherzhaft, ob sie nicht vielleicht auch Schuhe mit Absatz anziehen sollten, denn so wären sie wieder auf gleicher Augenhöhe mit so manch einem Mädchen.

Ein paar von uns haben den Friseurtermin schon Wochen oder Monate vor der Konfirmation festgelegt, denn bei der Konfirmation sollte alles gutgehen: Von der Frisur und dem Outfit bis hin zu der richtigen Dekoration.

Pfarrer Klink muss sich selbstverständlich keine Sorgen um das perfekte Outfit machen. Er kann uns beruhigen. Er hat im Jahr mindestens zwei Konfirmationsgottesdienste in seinem Kalender stehen: „Klar, ich bin auch aufgeregt. Aber bisher hat das jedes Mal geklappt, diesmal wird es auch klappen.“

Annika Schulze Gemen, 8d, Gymnasium Lünen-Altlünen

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