Zwischen Hörsaal und Redaktion: Das Leben eines Medienstudenten
20.12.2011 | 15:00 Uhr 2011-12-20T15:00:00+0100
Olpe. Zeus-Reporter Enis hat einen Studenten der Medienwissenschaften der Uni Siegen nach seinen Erfahrungen befragt.
Als Student der Medienwissenschaften ist Metin Gülmen einer von vielen, der an der Universität in Siegen studiert. Der 23-Jährige berichtet, dass ein Studium kaum Ähnlichkeiten mit der Schule aufweist. Ihm ist es möglich, eine unabhängige sowie selbstständige Lehrzeit zu vollziehen.
Angefangen hat Metin bei einem Schulpraktikum in der Lokalredaktion der Westfalenpost in Olpe. Nach dem Abitur beschloss Metin, die Medienwissenschaften weiter zu erkunden und zu studieren.
Es gab jedoch Voraussetzungen: Metin musste eine achtwöchige Hospitanz in einem beliebigen Medienunternehmen absolvieren. Er entschied sich erneut für die Olper Lokalredaktion der WP. Im Anschluss begann er sein Studium.
Die lehrbeauftragten Dozenten sind ebenfalls kaum zu vergleichen mit Lehrern an Schulen: Als Dozent ist man unter anderem dazu verpflichtet, Vorlesungen zu halten, die in der Regel 90 Minuten dauern.
Jeder ist für sich und seinen Erfolg selbst verantwortlich
Es ist den Studenten selbst überlassen, den Veranstaltungen beizuwohnen oder den Lernstoff außerhalb der Uni zu erlernen. Natürlich werden auch Klausuren geschrieben, jedoch ist ein Student auch hier nicht dazu verpflichtet, sich anzumelden und mitzuschreiben.
„Um im Studium allerdings weiter zu kommen, müssen Klausuren geschrieben werden, anders geht es nicht,“ erklärt Metin. Auch hier ist Selbstständigkeit gefragt, da es etwas wie Klassengemeinschaften nicht gibt. Jeder Student ist für sich selbst verantwortlich und auf sich allein gestellt.
Zurzeit befindet sich Metin im dritten Fachsemester und hat inzwischen weitere Praktika bei N-TV und der Deutschen Presse Agentur (dpa) absolviert. Ein Höhepunkt war außerdem seine Bekanntschaft mit dem Chefreporter der Bild-Zeitung aus dem Ruhrgebiet, der Metin eine Praktikumsstelle für die nächsten Semesterferien anbot. Entschieden hat sich Metin aber noch nicht.
Enis Gülmen, Klasse 8d, Gymnasium Olpe

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