Rezension

Buchtipp: „Wie ich zum besten Schlagzeuger der Welt wurde - und warum“

06.01.2012 | 13:45 Uhr
Buchtipp: „Wie ich zum besten Schlagzeuger der Welt wurde - und warum“
Spannende Lektüre. Foto: Jakob Studnar

Attendorn.   Der Rythmus stimmt, findet Zeus-Reporterin Helena. „Wie ich zum besten Schlagzeuger der Welt wurde - und warum“ ist ein Roman, der sie zum Lachen und Weinen gebracht hat.

In „Wie ich zum besten Schlagzeuger der Welt wurde - und warum“ geht es nicht, wie man es zunächst erwarten würde, nur um das Instrument Schlagzeug. Das Buch handelt von einem Jungen namens Steven, der sich selbst als einen rappeldürren Spinner sieht und gut Schlagzeug spielt. Und um seinen kleinen Bruder, der schwerkrank wird.

Der Bruder heißt Jeffrey und Steven findet den Kleinen höchst nervig. Aber dann muss Jeffrey wegen eines „kleinen“ Unfalls zum Arzt. Er hat sich an der Arbeitsplatte in der Küche den Kopf gestoßen und blutet seitdem ohne Pause aus der Nase. Aber beim Arzt stellt sich auf einmal heraus, dass Jeff eine schlimme Krankheit hat: Leukämie, also Blutkrebs.

Hineingezogen in die Geschichte

Seit diesem Augenblick fahren Jeff und die Mutter der Brüder fast jede Woche in eine Klinik in Philadelphia, in der Jeffrey seinen Kampf gegen den Krebs angetreten hat. Zuhause bleiben Steven und sein Vater. Und da die Mutter wegen Jeff ihren Job aufgegeben hat, muss der Vater lange und hart arbeiten. Die Familie bekommt Probleme: Die Rechnungen häufen sich und sie wissen nicht, wie sie alles bezahlen sollen. Für Steven bleibt fast keine Zeit mehr übrig, er fühlt sich vernachlässigt und wird in der Schule immer schlechter. Das einzige, was ihm noch Spaß macht, ist Schlagzeug spielen.

Das Buch geht um das erste von insgesamt fünf Jahren Therapie, die Jeffrey bestehen muss. Es kommen zwar ein paar Begriffe vor, die wahrscheinlich nur Schlagzeuger kennen, aber trotzdem war dieses Buch für mich leicht zu verstehen. Man konnte sich leicht mit Steven identifizieren und ich wurde förmlich in das Buch hineingezogen und konnte nicht mehr aufhören, es zu lesen.

Manchmal musste ich weinen

Das Schöne war, dass das Buch viele lustige und schöne Stellen hatte. Aber auch viele traurige. So musste ich manchmal echt mit den Tränen kämpfen oder manchmal sogar richtig weinen. Ich konnte Stevens Handlungen gut nachvollziehen und hatte manchmal echt Mitleid mit ihm. Aber es hat mich auch geschockt, was Jeffrey alles erleiden musste.

Das Buch beschreibt nämlich auch die Methoden, wie man Jeffrey behandelte und untersuchte. So musste ihm auch manchmal schmerzhaft Knochenmark entnommen werden. Ich habe Jeffs Mut echt bewundert, da ich mir nicht sicher war, ob ich so etwas auch schaffen würde.

Ich finde, dass „Wie ich zum besten Schlagzeuger der Welt wurde- und warum“ ein wunderschönes Buch ist, das ich bestimmt nicht nur einmal lesen werde.

Helena Bieselt, Klasse 8c, Rivius-Gymnasium, Attendorn

Zeus-Reporterin

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