Wer beschützt mich?
03.08.2010 | 11:04 Uhr 2010-08-03T11:04:00+0200
Bedburg-Hau.Glaubt ihr, es gibt etwas, was uns beschützt? Warum, fragt ihr nun. Ich sag’s euch: Ich habe im letzten Jahr etwas erlebt und mitgemacht, was mich daran glauben lässt und mich grundlegend verändert hat.
Was habe ich erlebt? Einen Unfall, der es in sich hatte! Und das ausgerechnet im Schulpraktikum Einen Unfall, der – wie sagte es doch ein Arzt so treffend – nicht alle Tage vorkommt und die Chance, einen hohen Lottogewinn zu erreichen größer ist, als dass so ein Unfall noch einmal passieren wird. Was war passiert? Ein zirka 4,5 Zentimeter langer Draht wurde durch eine Motorsense aufgewirbelt und traf so in mein linkes Auge, dass ich lebensgefährlich verletzt wurde.
Ich stand so unter Schock, dass ich vieles nicht mitbekam. Aber meine Eltern waren da und haben mich, in dieser für alle schwierigen Situation, nicht alleine gelassen. Meine Operation am Kopf, der Draht musste ja nun mal raus! Eine Operationen am linken Auge folgte. Das Augenlicht war verloren!
Dann zuletzt die Gefäßeingriffe. Zweimal wurde ein Stent in der Hirnaorta eingesetzt, weil sich eine Fistel gebildet hatte. Dann war alles überstanden! Aber was noch wichtiger ist, meine Familie war und ist für mich da, immer! Durch deren Hilfe und Beistand wurde ich von Tag zu Tag immer stärker und konnte schnell das Krankenhaus verlassen.
Mitschüler und Lehrer standen mir bei
Die Tage zu Hause haben mich noch mehr gestärkt und nach einiger Zeit, und zur Überraschung meiner Mitschüler, konnte ich nach kurzer Erholungsphase die Schule wieder aufsuchen. Toll, nicht wahr? Meine Lehrer und Mitschüler haben mir geholfen, mit meiner Situation gut zurecht zu kommen.
Heute, obwohl ich noch regelmäßig ärztliche Untersuchungen und demnächst auch noch behördliche über mich ergehen lassen muss, geht es mir gut! Und ich muss mich damit abfinden, dass ich später nicht meinen Wunschberuf ausüben kann. Aber dafür werde ich durch eine sogenannte Berufsfindung, die im Westfälischen stattfindet, auf einen Beruf eingestimmt, für den ich geeignet sein könnte.
Auch dieses werde ich gemeinsam mit meiner Familie bestehen. Und doch. Ich freue mich auf jeden Tag, den ich erleben darf. Mit meinen Eltern, meinem Bruder, mit dem Rest der Familie, meinen Freunden, meinen Lehrern und meinen Mitschülern und Mitschülerinnen.
Ich glaube doch, dass es etwas gibt, was uns beschützt!
Alexander Brand, Klasse 9a, St. Makus Schule, Bedburg-Hau

0mitdiskutieren