Am liebsten in die Luft gehen
15.05.2008 | 19:08 Uhr 2008-05-15T19:08:36+0200Auf in ein neues Leben heißt es nach dem Abitur für Markus Braun. Sein großes Ziel: Er möchte Pilot werden.
"Falls ich bei der Lufthansa genommen werde, möchte ich Kapitän werden."
INTERVIEW.
M arkus Braun ist Abiturient auf dem Johanna-Sebus-Gymnasium. Wenn die Prüfungen abgeschlossen sind, startet er in einen neuen Lebensabschnitt. Mit Zeus hat er darüber gesprochen.
Hast du das Abi bestanden?
Markus Braun: Noch kenne ich die Ergebnisse nicht, aber ich habe ein gutes Gefühl.
Du hast die elfte Jahrgangsstufe übersprungen, wie war das für dich?
Markus: Meine Klasse zu verlassen, fand ich nicht schlimm, weil ich Kontakt zu ihnen gehalten habe. Es war nicht schwer, den Stoff aufzuarbeiten, weil ich während der zehnten Klasse Vorbereitungskurse besucht habe. Außerdem ist vieles aus der Elf für die zwölfte und die dreizehnte Jahrgangsstufe nicht relevant.
Hast du die Entscheidung bereut?
Markus: Nein. Allerdings hätte mir die elfte Jahrgangsstufe insofern geholfen, dass ich meine Fächerwahl hätte besser treffen können.
Bist du mit deiner Schullaufbahn zufrieden?
Markus (lächelt): Ich kann mich nicht beschweren. Ich habe ein Jahr gespart. So kann ich jetzt schon mit meiner Ausbildung beginnen.
Was planst du?
Markus: Ich habe mich bei Lufthansa beworben, bei der ich eine Ausbildung verbunden mit einem Studium machen kann. Falls nicht, würde ich Maschinenbau studieren.
Was sagt deine Familie zu dieser Entscheidung?
Markus (grübelt): Anfangs waren sie nicht begeistert, weil sie Angst haben, dass ich fluguntauglich werden könnte und dann nichts mehr mit dem Studium machen könnte und mich ohne Arbeit versorgen müsste.
Welche Erfahrungen hast du vorher gesammelt?
Markus: Ich mache zurzeit meinen Segelflugschein, durch den ich sehr viele Vorkenntnisse sammele, die für den Beruf eine gute Hilfe sind. Dadurch habe ich eine Ahnung, was mir im Rahmen der Ausbildung bevorsteht.
Was sind deine beruflichen Pläne für die Zukunft?
Markus: Falls ich bei der Lufthansa genommen werde, möchte ich Kapitän werden. Das kann zehn Jahre dauern. Zuerst mache ich meine Ausbildung und direkt danach ein Studium, weil ich dann bessere Chancen habe.
War Pilot dein Kindheitstraumberuf?
Markus: Seit ich fünf Jahre alt bin, habe ich mich für Flugzeuge interessiert. Konkret wurde dieser Wunsch vor einem Jahr, als ich mit meinem Segelflugschein anfing.
Was würdest du Jugendlichen raten?
Markus (lächelt): Das ist schwer zu sagen. Ich denke, es ist wichtig, sich vor der Oberstufe zu überlegen, in welche Richtung der Berufsweg gehen soll. Dann kann man seine Fächer so wählen, dass sie auf den Beruf abgestimmt sind und erspart sich zu Beginn des Studiums Nachholarbeit.
Hast du noch mehr Tipps, wie Jugendliche ihren eigenen und für sie richtigen Weg finden können?
Markus: Ich denke, jeder sollte sich an seinen Interessen und Vorlieben orientieren, vor allem aber nach seiner Begabung gehen. Bei mir war ausschlaggebend, welchen Beruf ich mir vorstellen könnte, bis ich in Rente gehe.
Irina Verhülsdonk, Ida Oster, 8c, Freiherr-vom-Stein Gymnasium, Kleve.

13:24
Dann mal viel Glück, vllt schaffst du es ja wirklich!