Herne

Der Mops, das treue Wesen

15.04.2008 | 18:47 Uhr

Wird er schlecht behandelt, tickt auch dieser Hund irgendwann aus. Sein Benehmen hängt stark vom Besitzer ab. Wer aber gut zu ihm ist, hat einen Verbündeten für ein ganzes Mopsleben (bis zu 15 Jahre)

Gestatten, Loki - der Mops aus der Familie unseres Autoren. Foto: Christian Radmer

Zur Essenszeit ist der Mops besonders aktiv. Dann beweist er auch sein wahres Können. So ein Mops nutzt nämlich jede nur erdenkbare Situation aus, um an das Essen seiner Besitzer zu kommen. Zuerst sitzt er nur friedfertig unter dem Tisch, guckt seine Besitzer mit seinen Kulleraugen an und schnurrt. Nach ein paar Versuchen, egal wie diese ausgegangen sind, stupst er ein Schienbein mit der Schnauze an und setzt eine Hungermiene auf, die ihresgleichen sucht. Die meisten Besitzer gehen daraufhin zum Futternapf, wodurch der Mops Zeit hat, eine Offensive zu starten. Als erstes springt er aufwärts und zwar in der Zeit, die der Besitzer braucht, um zum Napf zu gelangen. Dann analysiert der Mops die Lage. Sobald der gesuchte Teller lokalisiert ist, beginnt die Operation E. S. S. E. N. (Es Sich Schnell Erst Nehmen). Der Teller wird rasch geentert. Wenn der Besitzer zum Tisch zurückkehrt, beginnt erst die richtige Schlacht um die Nahrung. Der Mops versucht seine Beute in Sicherheit zu bringen, zieht dabei aber fast immer den Kürzeren. Nach verlorenem Kampf macht er meist einen strategischen Rückzieher. Er springt unter den Tisch, auf den so genannten Boden der Tatsachen. Dort beweist er sein scharfes Gehör, da er jedes noch so leise "Plöpp" einer vom Tisch fallenden Nudel hört. Denn eins weiß er: Etwas fällt immer für ihn ab.

Man muss den Mops ab und zu dazu zwingen, eine oder zwei Runden zu drehen. Es gibt mehrere kranke Möpse, die zu selten an der Luft sind. Diese werden entweder zu klein (und meist aggressiv) oder sterben an Verfettung. Außerdem fühlt sich der Mops im Freien am wohlsten, speziell in der Nähe eines Grills.

Die Einsamkeit ist des Mopses Feind. Deshalb sind seine Begrüßungen mehr als überschwänglich. Was aber auch, wie schon mehrere Mopsbesitzer gestanden haben, daran liegt, dass er immer etwas kriegt, wenn er einen begrüßt.

Der Mops ist zwar ein wahrer Tellerjäger, aber wie jedes Lebewesen braucht er seinen Schlaf, fast 16 Stunden am Tag, um genau zu sein. Manchmal schlafwandelt er auch, dann fehlt das melodische Schnarchen, das durch mindestens zwei Wände zu hören ist. Wenn der sture Mops einmal schläft, kann ihn nichts und niemand wecken.

Egal, was er anstellt, man kann es dem Mops einfach nicht übelnehmen. Das liegt an seinem eigenen Charme, den er durch die Art und Weise, wie er sich gibt, besitzt. Vergessen Sie die Menschenaffen - der Mops ist vom Wesen her am nächsten an uns dran.

Christian Radmer, Pestalozzi-Gymnasium, 8b

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