Starke Trucks für starke Jungen
10.11.2009 | 16:37 Uhr 2009-11-10T16:37:00+0100Besuch im Bundeswehrstützpunkt Aachen: Hier machen junge Erwachsene ihren Lkw- oder Panzerführerschein.
Die heutige Aachener Kaserne wird seit dem Zweiten Weltkrieg als Unterkunft für Soldaten genutzt.
Mittlerweile bilden 36 Fahrlehrer Soldaten auf 32 Lkw aus. Um die Ausbildung zum Fahrtraining antreten zu dürfen, ist eine gute körperliche Fitness erforderlich. Die spezielle Ausbildung ist nötig, um Lkw ohne und mit Anhänger fahren zu dürfen. Zur Ausbildung zählt auch das Lernen der Funktionen des Motors und aller Daten des Fahrzeugs.
Eine Ausbildung für Zivilisten ist überdies teuer, denn die kostet 2500 bis 3000 Euro (Lehrlinge, die von der Wehrpflicht betroffen sind, zahlen weniger). Die Führerscheinausbildung dauert sechs Wochen. Nach dieser Zeit findet eine insgesamt elfstündige Prüfung statt, in der die Auszubildenden auf ihre Kenntnisse in einem theoretischen und praktischen Teil getestet werden.
Der Stützpunkt in Aachen beherbergt größtenteils Lkw. Die für die über neun Meter langen Fahrzeuge erforderliche Leasing-Rate beträgt rund 3000 Euro pro Fahrzeug und Monat. Der finanzielle Aufwand allein für alle Lastwagen beträgt 1 152 000 Euro pro Jahr. Dazu kommen die Treibstoffkosten für jeden der 32 Trucks: 30 Liter verbraucht ein Fahrzeug im Durchschnitt auf 100 Kilometern.
30 Prozent aller männlichen Jugendlichen mit deutscher Staatsangehörigkeit entscheiden sich, die Wehrpflicht abzuleisten. Von ihnen nehmen jährlich 450-500 Auszubildende am Fahrtraining der Bundeswehr teil. Die übrigen 70 Prozent machen Zivildienst in sozialen Einrichtungen, zum Beispiel in Krankenhäusern oder Kinderheimen oder sind aus körperlichen Gründen von diesen Diensten befreit. Die weiblichen Jugendlichen sind nicht dazu verpflichtet, einen Zivildienst oder die Wehrpflicht abzuleisten.

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