Thema Schweinegrippe

Schweinegrippe beschäftigt Schüler

11.11.2009 | 17:55 Uhr

Ist der Virus gefährlich oder nicht? Zeus-Reporter suchten nach Antworten: in medizinischen Büchern und im Internet.

Als gesichert gilt, dass die aktuelle Grippe im März diesen Jahres zuerst in Mexiko ausbrach und sich von dort aus weiter verbreitete. Mittlerweile wird sogar am Flughafen kontrolliert, ob man nicht erhöhte Temperatur aufweist und eventuell infiziert ist. Außerdem hat ein H1N1-Stamm 1919/1920 die berüchtigte spanische Grippe ausgelöst. Was allerdings nur wenige wissen, bereits 1976 startete in den USA eine Massenimpfung gegen eine so genannte Schweinegrippe, die dort bei vier Soldaten festgestellt wurde. Es handelte sich damals um einen Typ des H1N1-Virus, der einen Impfansturm von 40 Millionen Menschen auslöste. Sogar der damalige US Präsident Gerald Ford ließ sich öffentlich gegen die Influenza impfen.

Fakt ist aber auch, dass die Schweinegrippe bis jetzt nur sehr wenige Opfer in Deutschland forderte, die saisonale, normale Grippe jedoch einige Tausend Menschen jedes Jahr. Allerdings soll sich die Zahl der Schweinegrippetoten noch weiter erhöhen, sagen einige Experten. Manche gehen von Horrorszenarien wie 35 000 Toten aus. In diesem Punkt gibt es aber viele Unstimmigkeiten.

Auch bei der Impfung herrscht weiter Uneinigkeit bei den Experten. Für einen Skandal sorgte der andere Impfstoff für Regierungs- und Bundeswehrangehörige. Deren Impfstoffe sind frei von Wirkstoffverstärkern, die selbst Nebenwirkungen auslösen können. Allerdings erhalten diese Sondergruppen einen so genannten Ganzpartikelimpfstoff. Dieser besteht nur aus inaktiven kompletten Viren und nicht aus Virenhüllen wie bei anderen Impfstoffen. Diese Eigenschaft kann zu starken Nebenwirkungen führen, stärker als bei Wirkstoffverstärkern üblich.

Falls man sich jedoch nicht impfen lässt und sich trotzdem ansteckt, wird die Behandlung wie bei jeder normalen Grippe durchgeführt: mit Bettruhe, Paracetamol und dem Standardärztesatz „Viel trinken!”

Felix A. Haarmann (8a) , Gymnasium Holthausen

Helfer von DRK, THW und Feuerwehr nahmen eine Gruppe Konfirmanden in Empfang, von denen sich einige auf einer Jugendfreizeit mit dem Schweinegrippe-Virus infiziert hatten.

Die auch unter dem Namen H1N1 bekannte Schweinegrippe ist eine Virusinfektion, die seit den 30er Jahren bekannt ist. Früher lebten die Nutztiere – wie zum Beispiel Schweine – sehr eng mit dem Menschen zusammen. Krankheitserreger, die die Tiere befallen hatten, konnten sich relativ schnell auf den Menschen übertragen.

Die ersten Viren der Schweinegrippe wurden aber nicht von Mensch zu Mensch übertragen, so dass sie nicht bedrohlich waren. Über die Jahre wurden die Viren aber immer aggressiver. Sie entwickelten sich weiter.

Die zurzeit wütende Grippe, die ihren Ursprung in Mexiko hat, ist aus einer Mischung aus Viren von Schweinen, Vögeln und Menschen entstanden. Sie springt von Mensch zu Mensch. Das Immunsystem des Menschen konnte noch keine Gegenwehr entwickeln.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von einer „Bedrohung der allgemeinen Gesundheit internationalen Ausmaßes”. Menschen mit einem schlechten Immunsystem können daran sterben.

Laura Terwei, Josefine Beutel (8a), Realschule Grünstraße

Böse Überraschung

Bei Kinder-und Jugendfreizeiten geschieht es immer mal , dass eines oder mehrere Kinder krank werden. Doch dieses Jahr kam alles ganz anders. Am 11. Oktober machten sich Teilnehmer aus fünf Hattinger Gemeinden auf den Weg nach Tönning, um dort eine einwöchige Konfirmandenfreizeit zu verbringen. Bereits drei Tage später klagten einige Kinder über Kopfschmerzen und Schwindelgefühl.

Während viele Betreuer und Konfis mit Begeisterung an der diesjährigen Tönninger-Olympiade teilnahmen, lagen die ersten schon mit Fieber und starkem Husten im Bett. Alle gingen von einem grippalen Infekt aus, sowohl der Notarzt – der extra am Abend gekommen war – als auch die Mitarbeiter und die Teamer, sagte eine Betreuerin.

Sie war selbst am Abend beim Notarzt, und dieser hat ihr versichert, dass es sich nur um einen grippalen Infekt handeln könne. Doch die Lage änderte sich. Bereits am Freitag musste noch einmal der Notarzt kommen, da einige Teilnehmer in Ohnmacht gefallen waren oder sehr hohes Fieber hatten. Ein Betreuer hatte sogar Fieberträume. Der Arzt vor Ort entschied dann, vier Rachenabstriche von vier Kindern zu nehmen.

Die anderen erkrankten Kinder wurden vom Team betreut und bekamen mit Einverständniserklärung der Eltern Medikamente. Der Abreise stand also nichts im Wege. Und dann war es endlich soweit: Nachdem auch die letzten ihre Koffer mühevoll gepackt hatten, durften alle in die Busse. Während der langen Fahrt schliefen einige oder hörten Musik. Um 15 Uhr kam dann die Nachricht: „Die gestern getesteten Kinder sind mit dem H1N1 Virus infiziert.” Am Abend des 17. Oktobers kehrten die Konfis nach Hattingen zurück.

Doch was sie dort erwartete, hätten sie nicht gedacht: Ein Aufgebot von DRK, Feuerwehr und THW – die mit insgesamt 88 Helfern ausgerückt waren. Einzeln und mit Mundschutz ausgestattet verließen die rund 200 Konfirmanden die Reisebusse. Durch ein Megafon wurden ihre Namen ausgerufen, bis sie dann wenig später zu ihren Eltern durften.

Natascha Ernst (8a), Gymnasium Holthausen

Zeus Reporter

Facebook
 
Kommentare
13.11.2009
14:07
Schweinegrippe beschäftigt Schüler
von Elisabeth Petras | #3

Eure Recherche ist mindestens so gut, wie die von erwachsenen Reportern und sehr ansprechend. Die Hypothese, dass sich das aktuelle Schweinegrippevirus aus Voge- Schweine- und Menschenviren zusammensetzt, ist allerdings längst wiederlegt, wie die amerikanische Behörde CDC auf Anfrage zugab. Leider wird dieser Quatsch sogar von offiziellen Instituten teilwese noch nachgeplappert - es war aber nur ein anfänglicher Verdacht, der später ausgeräumt wurde.
Eine weitere wichtige Information fehlt auch bei Berichten Erwachsener fast immer: Viren werden gerade dann aggressiver, wenn ein sehr schneller Wirtswechsel, also schnelles Überspringen möglich ist. das ist besonders in der Massentierhaltung so, die heute leider bei Geflügel und Schweinen die Regel ist. Unsere Form der sehr engen Aufstallung tausender Tiere unter Bedingungen, die bei den Tieren Schmerzen und Leiden (Füßentzündungen bei Geflügel, Lungenschäden bei Schweinen durch die Gülle-Gase) auslösen, ist also eine Ursache für die Entwicklung immer neuer Viren! Wir könnten etwas ändern, indem wir weniger Fleisch kaufen - und wenn, dann aus Bio-Haltung.
Warum findet man diese Information eher selten? Es gibt sehr viel Fleischwerbung. Die Agrar- und Pharmakonzerne sind sehr mächtig und sie machen viel Werbung, die den Medien Verdienste beschert.
Weitere Info: www.wai.netzwerk-phoenix.de
www.paktev.de, www.tierschutz-landwirtschaft.de
www.schule-und-tierschutz.de,www.schueler-fuer-tiere.de

12.11.2009
07:17
Schweinegrippe beschäftigt Schüler
von diplingsoddemann | #2

Die H1N1 Schweinegrippe ist wie jede Influenza eine Zoonose und geht zwischen Menschen und Tieren hin und her. Das Vehikel ist unser Wasser:

Schweinegrippe und saisonale Influenza primär durch Trinkwasser ausgelöst

Schweinegrippe ist unter Menschen ansteckend, sekundär. Influenza wird aber primär durch kaltes Trinkwasser ausgelöst. Menschen scheiden das Schweinegrippevirus mit Erbrochenem und Durchfall aus, via Abwasser in Gewässer. Schweine sind im Winter bis zu 90% mit Influenza durchseucht. Tiere verschmutzen durch Fäkalien und Ausscheidungen aus Nase und Maul/Schnabel das Wasser. Alle Menschen haben Kontakt zum Trinkwasser. Alle Gewässer sind mit Viren belastet. Viren bleiben im kalten Wasser lange ansteckend. Deshalb treten Influenzaepidemien im Winter auf. Kleine Viren werden im Wasserwerk unzureichend oder gar nicht gefiltert. Im Winter wird uns die Schweinegrippe via Trinkwasser anstecken.

Die Erde ist eine Scheibe, die Sonne dreht sich um die Erde, Cholera kommt mit Tröpfchen wie die Influenza, abweichende Meinungen verfolgt die Inquisition der staatlich verordneten Wissenschaft!

soddemann-aachen@t-online.de
http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren

11.11.2009
19:05
Schweinegrippe beschäftigt Schüler
von hoehmi | #1

http://www.torstenengelbrecht.com/de/buch_viruswahn.html

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/882040/create

Alle Zeus-Artikel
Von Arnsberg bis Xanten
Als Zeus-Reporter seid ihr überall unterwegs. Eure Artikel findet ihr hier in eurer Heimatstadt.
Rund ums Projekt
Zeus weckt bei Jugendlichen die Lust am Lesen - und am Schreiben. Hier finden Sie Projektinformationen, Termine, Anmeldebereich und Unterrichtsmaterial.
Radioprofis gesucht
Im neuen crossmedialen Projekt von Zeus und Radio Oberhausen lernen Zeus-Reporter neben dem Zeitungs- und Onlinejournalismus auch die Arbeit beim Radiosender kennen. Und produzieren eigene Hörfunkbeiträge.
Zeus-auf-Schalke
Zeus-Reporter blicken hinter die Kulissen von Schalke 04. Was Sie dort erleben, lässt Schalke-Fans vor Neid erblassen. Weitere Infos zur Kooperation gibt's auf: www.schalke04.de
Wettbewerb
Der Strandkorb auf Norderney, die Hängematte in Opas Garten - Lieblingsplätze gibt es viele. Hier verraten Zeus-Reporter, wo ihr HomeSpot ist.
Mit Nachrichten gewinnen

Einen Fußballprofi in seinem Heimstadion treffen? Zeus macht’s möglich! Wer bei unserem NachrichtenCheck ein Event auf Schalke und 600 Euro für die Klassenkasse gewonnen hat, erfahrt ihr hier.

ZeusAwards
Fast so wie beim Pulitzer-Preis: Zeus verleiht jährlich die ZeusAwards an seine Nachwuchsreporter.