Bundeswehr
Disziplin und Respekt
04.03.2010 | 08:00 Uhr 2010-03-04T08:00:00+0100Ein Besuch bei der Bundeswehr in Aachen. Hier machen Soldaten ihren Lkw-Führerschein.
Als Gruppe von sechs Schülern bekamen Zeus-Reporter die Gelegenheit, einen Einblick in das Berufsbild eines Bundeswehrfahrlehrers zu bekommen. Direkt in der Theodor-Körner-Kaserne in Aachen konnten sie sich Informationen rund um diesen Beruf besorgen. Es wartete dort ein spannender Tag bei der Bundeswehr. Alle wunderten sich, wie groß die Kaserne in Aachen ist. Sie ist komplett von einem großen Metallzaun umgeben. Zu Beginn fuhren sie durch ein großes Tor, an dem ein Schild angebracht war, auf dem zu lesen war, dass dort keine Kameras etc. erlaubt sind.
Direkt nach der Ankunft begrüßten zwei junge Soldaten die Nachwuchs-Reporter und führten sie in einen kleinen Schulungsraum. Dort erklärten sie den Ablauf des Informationstages. Sie berichteten, dass die Ausbildung zum Führen eines Lkw bei der Bundeswehr nur etwa sechs Wochen dauert. Anschließend ging es in eine große Halle, wo Fahrlehrer und Fahrschüler in der praktisch übten. Ein Fahrschüler wurde gerade geprüft, und er musste mit einem Lkw und Anhänger rückwärts um eine Kurve fahren. Die Zeus-Reporter konnten beobachten, dass in der Bundeswehr strikte Ordnung und Respekt vor dem höheren Rang herrscht. Die Lkw haben teilweise mehr als zehn Liter Hubraum und 350 PS. Außerdem sind sie mehr als neun Meter lang, drei Meter hoch und – mit den Spiegeln gemessen – insgesamt sogar über drei Meter breit.
Ein anderer Fahrlehrer zeigte später genau, wo es die „toten Winkel” gibt, wenn man im Fahrzeug sitzt und welche man durch zusätzliche Hilfsspiegel trotzdem einsehen kann. Besonders beeindruckt hat ein Gespräch mit einem Fahrlehrer, der im Afghanistaneinsatz als Fallschirmjäger eingesetzt war und auf Grund der psychischen Belastungen nach seiner Rückkehr, jetzt nur noch als Fahrlehrer dort in der Kaserne arbeitet.
Die jungen Reporter durften nach diesem Gespräch sogar zusammen mit den Soldaten in deren Kantine am Mittagessen teilnehmen. Kurz vor dem Abschluss dieses spannenden Tages bekamen sie noch die Gelegenheit, selbst in einem Lkw mitzufahren und gewagte Rangiermanöver und eine Vollbremsung mitzuerleben.
Ein Mitschüler durfte sogar selbst einmal bremsen und so wurde klar, welche Kräfte dort wirken. Abschließend konnten sie noch an dem theoretischen Teil einer richtigen Unterrichtsstunde teilnehmen und der eine oder andere konnte, wie die „echten” Fahrschüler, sogar manche Fragen des Fahrlehrers beantworten.
Viele interessante Informationen haben die Zeus-Reporter von diesem Tag mitgenommen, Informationen über einen Beruf, den nur wenige genau kennen.
Kai Winkelhardt und Maximilian Jakob, Klasse 8a, Gymnasium Waldstraße in Hattingen
Der Artikel ist zuerst am 12.11.2009 auf der Zeus-Seite der WAZ in Hattingen erschienen.

0mitdiskutieren