Der Mann für alle Fälle
11.11.2009 | 17:47 Uhr 2009-11-11T17:47:00+0100Mehmet Temür ist Imam des Bildungs- und Kulturvereins. Den Zeus-Reportern Senol Demirdas und Beytulah Özkan stand er Rede und Antwort.
Die Zeus-Reporter Senol Demirdas und Beytulah Özkan sprachen mit Mehmet Temür, den Imam des Bildungs- und Kulturvereins in Hattingen.
Was ist ihre Position in der Moschee und seit wann sind Sie dort?
Mehmet Temür: Ich bin seit eineinhalb Jahren in der Moschee und bin Vorbeter und Theologe.
Wann wurden sie Theologe und wie kamen sie darauf?
Temür: Vor 15 Jahren wurde ich Theologe, weil ich den Menschen ein gutes Vorbild sein wollte, ihnen das Richtige zeigen wollte und den Menschen nützlich sein wollte.
Was gehört zu ihren Aufgaben als Imam?
Temür: Gebete vorbeten, Jugendliche unterrichten, Tote beerdigen, kranke Menschen und Leute im Gefängnis besuchen und mit Menschen ins Gespräch kommen.
Warum müssen die Frauen Kopftücher tragen?
Temür: Aus religiösen Gründen tragen Frauen Kopftücher und weil es ein Befehl der Religion ist.
Seit wann gibt es die Moschee hier in Hattingen?
Temür: Seit 1978, also seit 31 Jahren, gibt es die Moschee schon in Hattingen.
Wie oft muss man am Tag beten und warum?
Temür: Man muss fünf Mal am Tag beten, weil der Prophet Muhammed das bei der Rückkehr von seiner Himmelfahrt (Mirac) im Namen Allahs als Geschenk mitgebracht hat.
Wie viele Moscheen gibt es in Deutschland?
Temür: Das weiß ich nicht ganz genau, aber mindestens 1500.
Hat man eine besondere Kleidung an, wenn man betet?
Temür: Nein, man betet mit normaler Kleidung, die aber hygienisch sein muss. Deshalb ist auch das Waschen vor dem Gebet Pflicht. Ich als Imam trage einen schwarzen oder weißen Umhang.
Warum betet man in Richtung Mekka?
Temür: Weil Mekka unsere Gebetsrichtung ist und es im Koran dazu auch beweisende Passagen gibt.
Wie viele Jugendliche kommen etwa in die Moschee?
Temür: Wir beschäftigen uns immer am Wochenende mit den Jugendlichen, dann sind es etwa 35 bis 40.

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