Beruf

Zu Besuch in der Hundeschule

25.11.2011 | 16:49 Uhr
Zu Besuch in der Hundeschule
Hundetrainer Andreas Barth vor seiner Hundeschule und -pension Staplack in Hagen.

Hagen.   Die Beschreibung „schwer erziehbar“ trifft nicht nur auf einige Kinder, sondern auch auf manchen Hund zu. Bei dem Versuch, die Vierbeiner auf die richtige Bahn zu bekommen, hilft Hundetrainer Andreas Barth.

Nicht nur Kinder müssen ab einem gewissen Alter die Schulbank drücken, auch Hunde sollten lernen, sich richtig zu benehmen und Kommandos zu folgen. Zum Beispiel in der Hundeschule Staplack in Hagen, die Hunde und deren Halter anstatt Kinder ausbildet.

Die Hundeschule von Hundetrainer Andreas Barth und Claudia Esser gibt es seit dem Jahr 2003. Grund für die Eröffnung war die Unzufriedenheit Barths über die Arbeit anderer Ausbildungsstätten. „Ich war selber Hundebesitzer und hatte andere Vorstellungen beziehungsweise wollte es besser machen als andere Schulen“, sagt der Hundetrainer, der nebenbei auch als Sachverständiger für gefährliche Hunde mit dem Veterinäramt und der Stadt Hagen zusammenarbeitet.

Hunderennen und interne Wettbewerbe

Zum Angebot der Hundeschule Staplack gehört die Vorbereitung zur Maulkorb- und Leinenbefreiung, die Welpenschule, familiäre Hundeerziehung, Urlaubsbetreuung, Problemhundeerziehung, Hausbesuche sowie Hundefunsport. Dabei „sind die Hunde in spezielle Gruppen eingeteilt und absolvieren Leistungsmärsche, Tests zur Teamfähigkeit, Hunderennen und interne Wettbewerbe“, so Andreas Barth.

Zur Zeit trainiert Barth mit über 40 Hunden. Der Vorteil bei der Erziehung in der Hundeschule Staplack sei, dass bereits die Welpen andere Hunderassen und ihre Mimik und Gestik kennen lernen.“ Hundebesitzern empfiehlt Barth generell, ihre Tiere ab einem Alter von einem Jahr täglich eine Stunde spielerisch zu trainieren, um die gemeinsame Bindung zu vertiefen.

Hundepension seit 2004

Als in seiner Hundeschule die Anfragen stiegen, ob es möglich sei, die Hunde zum Beispiel während des Urlaubs bei Andreas Barth unterzubringen, „kam die Hundepension dazu.“ Sie öffnete 2004 ihre Pforten.

Die Hundepension bietet die Unterbringung und Betreuung der vierbeinigen Gäste in der Tagespension, aber auch länger an. Die Zwinger haben eine Größe von neun bis zwölf Quadratmetern. Bei den äußeren handelt es sich um „Thermohundehütten“, die durch ihre Isolierung auch in der kälteren Jahreszeit einen gemütlichen, warmen Aufenthalt sichern. Darüber hinaus gibt es aber noch fünf weitere im Haus.

Viel Platz zum Toben

Natürlich verbringen die Tiere nicht die ganze Zeit im Zwinger. Es werden Spaziergänge unternommen und es gibt eine Auslauffläche, die ein umzäuntes Gebiet von 3000 Quadratmetern umfasst. Genügend Platz zum Trainieren, Spielen und Verstecken. Je nach Sozialverträglichkeit ist auch Rudelhaltung möglich. Auf Sonderwünsche der Besitzer wird ebenfalls Rücksicht genommen. Im Moment verbringen in der Hundepension Staplack die fast siebenjährige Schäferhundmischlingsdame Cassey und zehn andere Hunde ihren Urlaub.

Der wohl prominenteste Ex-Schüler von Andreas Barth ist der American Bulldog Günni, der Angestellter der Werler Caritas-Tagespflege ist und den Alltag der Senioren bereichert.

Nadine Hulverscheidt, Nikoletta Korchanidou, Angelika Wiecka, Klasse: 9a, Luise-Rehling-Realschule, Hagen

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