Tiere

Wenn das Weihnachtsgeschenk bellt

06.12.2011 | 15:14 Uhr
Wenn das Weihnachtsgeschenk bellt
Ein Neuguinea Edel-Papagei als Ersatzbruder. Foto: Kirsten Neumann/dapd

Hagen.   Schlau, zäh und anschmiegsam – Zeus-Reporterin Carolin Schmettau weiß, wie Papageien wirklich sind.

Der Neuguinea Papagei kann das Leben einer Familie total durcheinander bringen. Mit ihm hat man immer etwas zu tun. Aber es ist auch schön, mit einem Papagei unter einem Dach zu leben.

Papageien müssen beschäftigt werden, denn sie sind sehr lernfähig. Durch kleine Spielchen kann man dem Papagei einiges beibringen. Dann weiß der Papagei genau, mit welchen Gesten und Geräuschen er das bekommt, was er will: zum Beispiel etwas zu essen, Aufmerksamkeit oder eine Kuscheleinheit.

Papageien-Opa mit 60 Jahren

Jeder verbindet mit Papageien die Fähigkeit, die menschliche Stimme zu imitieren. Das ist auch richtig. Denn wenn Papageien bestimmte Geräusche oder Stimmen immer wieder hören, dann können sie diese sehr gut nachmachen. Dabei imitieren sie aber nicht immer nur ein Wort, das sie mehrmals am Tag hören. Es kann auch mal das Geräusch der elektrischen Zahnbürste sein.

Der Neuguinea Edel-Papagei kann in Gefangenschaft bis zu 60 Jahre alt werden. Familien, die sich einen Papagei zulegen möchten, müssen das bedenken. Denn der Vogel wird zu einem echten Familienmitglied, das vermutlich von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden muss. Für manche Kinder ist er sogar so etwas wie ein Ersatzbruder.

Es macht viel Spaß mit einem Neuguinea Papagei zu leben. Ein Papagei ist als Haustier gut geeignet, weil er eine gewisse Ruhe ausstrahlt und man mit ihm auch mal knuddeln kann. Aber ein Papagei verlangt auch seine Ruhephasen. Andernfalls hackt er auch mal zu. Das kann richtig weh tun, da der Schnabel sehr kräftig ist. Mit ihm könnte der Papagei, wenn er denn will, den kleinen Finger eines Menschen brechen.

Hat sich ein Papagei in der Familie eingelebt, fühlt er sich in der Wohnung wohl. Allerdings müssen alle Familienmitglieder manchmal aufpassen. Denn viele Papageien gehen gerne zu Fuß und werden so leicht übersehen.

Steine und Muscheln für den Magen

Papageien verlangen keine komplizierte Pflege. Allerdings sind ihre Nieren sehr empfindlich und können zum Beispiel bei übermäßiger Fütterung mit Nüssen schnell erkranken. Da Papageien nicht über Magensäure verfügen, muss man ihnen täglich Vogelgritt (kleine Muscheln, Korallen und Steine) übers Futter streuen oder separat in ein kleines Schälchen geben. Erst so können sie im Magen die Nahrung zerkleinern.

Carolin Schmettau, Klasse 8e, Gesamtschule Haspe, Hagen

Zeus-Reporterin

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