Traumberuf Make-up Artistin
15.12.2011 | 16:10 Uhr 2011-12-15T16:10:00+0100
Hohenlimburg. Schminken ist bei Diana Grdur nicht bloß ein morgendliches Ritual. Sie verdient damit ihr Geld. Im Interview mit Zeus-Reporterin Lucia erzählt sie, von ihrem Beruf, der anstrengender ist, als er klingt.
Wie bist du zum Beruf der Make-up Artistin gekommen?
Es war schon immer mein Traum, Make-up Artistin zu werden. Daher habe ich mich im Internet darüber informiert. Da der Titel „Make-up Artist“ in Deutschland aber nicht staatlich anerkannt ist und man sich nur an Privatschulen dazu ausbilden lassen kann, dachte ich mir, ich sollte vorher eine dreijährige Ausbildung zur Friseurin machen.
Wann hast du mit deiner Arbeit angefangen und wo?
Mit 20 Jahren bin ich nach München gezogen und habe dort meine Make-up-Ausbildung bei „pure idea“ gemacht. Danach bin ich in München geblieben, da meine Chancen dort besser waren, im Beruf weiterzukommen. Die Selbstständigkeit habe ich auch sofort in Angriff genommen, was ich aber jedem in diesem Alter abraten würde, denn das ist kein Zuckerschlecken.
Wie sah deine Schmink-Ausbildung konkret aus?
Der Kurs dauerte drei Monate und bestand aus Theorie und Praxis. Ich bekam fast jeden Tag ein Model, das ich schminken musste. Danach wurden Fotos von Fotografen gemacht. Ich habe auf der Schule viel gelernt. Doch später, als ich auf mich alleine gestellt war, habe ich noch eine Menge dazu gelernt.
Wie baut man sich eine Selbstständigkeit in diesem Bereich auf?
Der Job ist hart, da es viele Make-up Artisten auf dem Markt gibt, die alle weiterkommen wollen. Ellenbogentaktik, Ehrgeiz, Ausdauer und Mundpropaganda sind da gefragt. Ich liebe meinen Job, deshalb habe ich nie aufgegeben. Ein Jahr lang habe ich nur Testshootings und No-Budget Projekte gemacht. Das heißt, ich habe umsonst gearbeitet, nur um weiter zu kommen. Nach einem Jahr hat es sich aber ausgezahlt. Ich bekam die ersten Aufträge und die wurden dann nach und nach mehr.
Wie bekommst du deine Aufträge?
Die Aufträge kommen nicht von selbst. Mittlerweile habe ich feste Auftraggeber, die mich buchen, aber ich muss mich auch weiterhin darum kümmern, dass ich weitere Auftraggeber an Land ziehe.
Was war dein erster Job und wie hast du ihn bekommen ?
Mein erster Job war für die Filmhochschule Macromedia für den ich mich beworben hatte. Es war ein vierwöchentlicher Filmdreh.
Was war dein größter Durchbruch als Make-up Artistin ?
Mein größter Durchbruch war in Österreich. Dort habe ich bei einem Filmdreh den Amerikanischen Schauspieler James Butler kennengelernt und danach mit ihm einen Kurzfilm gedreht habe.
Was ist der schwierigste Teil deiner Arbeit ?
Ich habe keine geregelten Arbeitszeiten und muss auf Abruf bereit stehen. Urlaub oder freie Tage hat man kaum. Doch wenn man seinen Job liebt, nimmt man das in Kauf.
Lucia Petrovic, Klasse: 10b, Realschule Hohenlimburg

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