Schule

Stress-Risiken der gymnasialen Oberstufe

01.12.2012 | 12:00 Uhr
Stress-Risiken der gymnasialen Oberstufe
.Foto: Franz-Josef Luthe

Hagen.   Schule kann krank machen - sagt Zeus-Reporter Dennis Schendzielorz. Besonders beim Wechsel in die Oberstufe sieht er Gefahren. Überforderte Schüler könnten sogar am Burnout-Syndrom leiden, sagt er.

„Also, ich finde, man hat sehr viel mehr Stress, da man erst mal viel mehr Stunden hat und die Lehrer auch hohe Erwartungen stellen. Gerade am Anfang ist das sehr stressig, da man sich erst mal daran gewöhnen muss.“ So wie dieser Schülerin geht es vielen Schülern die nach der 10. Klasse in die gymnasiale Oberstufe wechseln.

Sie wollen ihr Abitur erreichen, um somit bessere Chancen in der Berufswelt zu haben. Jedoch nur wenige ahnen, wie hoch der Stresspegel in der gymnasialen Oberstufe steigen wird. Sie überschätzen sich und gehen Risiken ein, von denen sie gegebenenfalls nicht einmal wissen.

Welche Risiken gibt es?

Magenschmerzen, Kopfschmerzen oder Müdigkeit sind Symptome, die wohl jeder Schüler schon mal auf Grund von zu hohem Stress hatte. Hält dieser extreme Stress jedoch zu lange an kann dies zu ernsthaften Problemen führen. Das bedeutet nicht, dass die Magenschmerzen länger anhalten oder man nur schlechter in der Schule wird. Im schlimmsten Fall leidet der Schüler an Depressionen oder am Burnout-Syndrom.

Versagensängste oder Zukunftsängste

Schulstress kann aus verschiedenen Gründen zu Depressionen führen. Unter anderem wird der Schüler schlechter, versucht erfolglos bessere Noten zu schreiben oder er setzt sich selber einem zu großen Druck aus, wodurch es zu Versagensängsten oder Zukunftsängsten kommen kann. Depressionen müssen nicht immer als Folge von Schulstress kommen. Es kann auch bei den üblichen Magenschmerzen bleiben oder im schlimmeren zum Burnout-Syndrom führen.

Früher war das Burnout-Syndrom eine Manager-Krankheit. Jedoch wurde es im Laufe der Zeit immer mehr zu einer alltäglichen Krankheit – auch für Schüler. Denn der Stress bei Schülern nimmt stetig stark zu. Das Burnout-Syndrom ist ein Zeichen dafür, dass der Körper am Ende ist. Zum Burnout kann es kommen wenn man sich zum Beispiel immer selber drängt etwas zu erreichen, sich überarbeitet, unter Stimmungsschwankungen leidet, an einer chronischen Motivationsschwäche leidet und wenn man sich selber wertlos fühlt. Dies sind nur wenige Anzeichen für ein Burnout-Syndrom.

Gefahren eines Burnouts

Leidet man am Burnout-Syndrom sollte man dem Körper schnellstmöglich Erholung bieten, indem man dem Körper Ruhe gibt. Indem man regelmäßig Sport macht, meditiert oder Yoga macht, kann ein Burnout vorgebeugt werden, da der Körper sich mit den Aktivitäten entspannen kann. Das bedeutet, wer gut durch die gymnasiale Oberstufe will, sollte möglichst auch etwas haben, wobei er abschalten kann, um die Gefahren eines Burnouts oder gar einer Depression vorzubeugen.

Dennis Schendzielorz,
Klasse 11,
Gesamtschule Haspe,
Hagen

Zeus-Reporter

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