Sie werden zu Waffen gemacht
27.11.2007 | 16:56 Uhr 2007-11-27T16:56:58+0100Hagen. "Sie haben nicht nur meinen Namen gestohlen, sondern auch meine Zukunft" - Immer häufiger werden Kinder als Soldaten missbraucht.
Kriege und bewaffnete Konflikte treffen heute mehr denn je Kinder. Überfälle auf Dörfer und gezielter Terror gegen Frauen und Kinder gehören immer öfter zur Taktik der Kriegsherren. Gerade in Afrika, Asien, im Nahen Osten sowie in Bürgerkriegen in Lateinamerika, werden immer häufiger Kinder als Soldaten eingesetzt. Sie sind leicht zu manipulieren und die Kriegsherren können sie für ihre Zwecke missbrauchen, da sie oft schon in jungen Jahren aus ihrer Heimat entführt und von Rebellen abhängig gemacht werden. Erschreckenderweise sind die betroffenen Kinder oft noch unter zehn Jahren.
Um die Hemmschwelle zum Töten zu überwinden, werden sie oftmals gezwungen, ihre eigenen Eltern oder Nachbarn zu erschießen. Häufig schließen sich Kinder auch freiwillig der Armee an. Meist aus Rachemotiven, aber sie hoffen auch auf regelmäßige Verpflegung, da sie oft Waisen sind. Doch die Kinder leiden häufig unter den Folgen des Krieges, denn dieser hinterlässt in den Kinderseelen tiefe Spuren. Viele müssen im Krieg mit ansehen, wie ihre Eltern, Verwandten oder Nachbarn misshandelt oder sogar getötet werden.
Miriam Pint, Alexander Speckmann, Marleen Stember, Klasse 10 c, Gymnasium Hohenlimburg

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