Behindertensport

Phoenix Hagen: Nicht nur ein Erstligist

22.12.2011 | 11:22 Uhr
Phoenix Hagen: Nicht nur ein Erstligist
Special Olympics im Basketball. Foto: Michael KLEINRENSING

Hagen.   Die Bundesligamannschaft Phoenix Hagen zeigt auch Interesse an Projekten neben dem Profibasketball. Bei den Special Olympics unterstützte das Team eine große Sportgemeinschaft aus Spielern mit und ohne Behinderung.

In der Enervie-Arena hat ein von Phoenix Hagen unterstütztes Turnier mit dem Namen Special Olympics statt gefunden. Am Basketballturnier für geistig Behinderte nahmen insgesamt 16 Teams teil, darunter neben Hagener Mannschaften (z.B. Caritas Hagen und Gustav-Heinemann-Schule) auch jeweils eine Mannschaft aus Belgien und Luxemburg.

„Lasst mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, lasst mich mutig mein Bestes geben!“ Mit diesem Eid startete das Turnier, welches erstmalig 2007 in Hagen durchgeführte wurde und geistig Behinderte dazu anregen soll, aktiv Sport zu treiben. Bei den Special Olympics gelten die normalen Regeln für Basketball, aber diese werden nicht so streng durchgesetzt (z.B. Schrittfehler oder ungeschickte Fouls).

Leider gibt es nicht so viele Mannschaften im Behindertensport. Somit stellt ein solches Turnier ein besonderes Erlebnis dar, bei dem die Spieler sich mit Gegnern messen können, Spaß am Wettbewerb haben und eine große Sportgemeinschaft bilden.

Sportliche Integration

Zum ersten Mal nahmen auch sogenannte „Unified“-Mannschaften teil, in denen Spieler mit und ohne Behinderung miteinander antraten. Auf diese Weise wirkt der Sport auch integrierend.

Losgelöst vom täglichen Profibasketball bringt sich Phoenix Hagen in solche Projekte sowohl finanziell als auch personell ein: Viele Spieler waren anwesend – und dies freiwillig, wie der Geschäftsführer Oliver Herkelmann betonte. Für Bernd Kruel, einen Spieler von Phoenix Hagen, bedeutet das Turnier eine Unterstützung der Partnerschaft zwischen Leistungs- und Behindertensport hier in Hagen.

Auch für die Turnierteilnehmer war die Anwesenheit der Phoenix-Spieler wichtig. „Sie sind ein großer Ansporn und dienen als Vorbilder“, sagte der Trainer der GHS aus Hagen, Heinz-Werner Schmunz.

Einladung zum Bundesligaspiel

Am Abend nach dem Turnier waren alle Turnierteilnehmer herzlich von Phoenix dazu eingeladen, mit den Spielern zum Bundesligaspiel gegen die Frankfurter Fraport Skyliners gemeinsam einzulaufen und im Anschluss das Spiel zu sehen.

Trotz Niederlage von Phoenix war dies ein schöner Ausklang eines erfolgreichen Turniers.

Wenn man die Begeisterung in den Gesichtern der Turnierteilnehmer gesehen hat, bleibt zu hoffen, dass das Turnier auch im nächsten Jahr wieder stattfinden kann – hoffentlich mit mehr Zuschauern und erneut mit Unterstützung von Phoenix Hagen.

Yorck Ewerdwalbesloh, Klasse 8d, Hildegardis-Schule, Hagen

Zeus-Reporter

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