Mit dem Motorrad durch die Sahara
07.10.2009 | 17:55 Uhr 2009-10-07T17:55:00+0200
Die Wüste Sahara, sie ist grenzenlos. Frei sein, den Alltag hinter sich lassen. Davon träumten Bernhard Hoster und seine Tochter - und machten sich per Motorrad auf eine beeindruckende Reise.
„Mein Vater hatte als junger Erwachsener schon einmal mit Freunden die Sahara durchquert. Das wollte ich auch unbedingt erleben”, sagt die 12-jährige Felicitas Hoster. Das ging aber nicht, weil die Sommerferien zu kurz waren. „Also sind wir nicht durchgefahren, sondern sind nur bis zur Grenze von Algerien gereist. Das war aber toll”, war Felicitas trotzdem vollauf begeistert.
Nach einem halben Jahr Planen und Vorbereiten (z.B. Impfungen) konnte es dann endlich losgehen. „Insgesamt sind wir 8000 Kilometer gefahren, von Deutschland über Frankreich nach Spanien, dann weiter mit der Fähre nach Tanger (Afrika) bis an die Algerische Grenze.”
Allein in Algerien fuhren sie über 500 km Schotterpisten, bei Temperaturen über 50 Grad Celsius. Wo es nicht mehr weiterging, liefen die beiden auch zu Fuß durch den heißen Wüstensand. „Stückweise mussten wir das Motorrad sogar tragen.”
Felicitas und ihr Vater gingen offen auf die Wüstenbewohner zu. „Die Menschen in Marokko fanden das Motorrad sehr interessant und zwei Frauen haben sich sogar damit fotografieren lassen”, erzählt Felicitas.
Doch nicht alle Einheimischen hatten gute Absichten, wie Bernhard Hoster ergänzt: „Natürlich gab es auch Leute, die Sachen von uns haben wollten. Die haben wir dann mehr oder weniger freiwillig abgegeben. Wir konnten aber nicht immer halten, weil wir ja nicht wussten, ob sie vielleicht das Motorrad kaputt machen würden.” Nach vier Wochen kehrten sie müde, aber unbeschadet mit vielen neuen Eindrücken nach Hause zurück.
Johannes Hoster, 8b, Gesamtschule Eilpe, Hagen

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