Hagen

Lieber bequem Knöpfe drücken, als viele Seiten blättern

28.11.2007 | 15:55 Uhr

Hagen. Viele Jugendliche ziehen es vor, vor dem Fernseher zu sitzen und im Internet zu surfen anstatt in Büchern zu stöbern. Doch warum eigentlich? Und was halten die Eltern von diesem Zeitvertreib? Zwei Schülerinnen aus der 8. ...

... Klasse des Albrecht-Dürer-Gymnasiums haben den Grund dafür herausgefunden. Wenn du wählen könntest, zwischen Fernseher, Computer und Buch, welches dieser drei Dinge würdest du vorziehen und warum?

Sarah H.: Ganz klar den Computer. Wenn ich am PC sitze, kann ich mit Leuten aus meiner Klasse chatten. Ich kann schnell nach den Hausaufgaben oder anderen Dingen fragen. Wenn ich nicht am Computer sitze, dann sitze ich vor dem Fernseher. Das ist viel interessanter als irgendein langweiliges Buch.

Faulheit verhindert Schmökern im Buch

Glaubst du nicht, dass Bücher auch interessant sein können, wie zum Beispiel Thriller, Krimis oder lustige Bücher?

Kann schon sein, aber ich bin viel zu faul um überhaupt ein Buch anzufangen. Beim Fernseher brauche ich nur ein paar Knöpfe zu drücken und das geht ganz bequem vom Sofa aus.

Warum bist du so gerne am Computer?

Ich unterhalte mich gerne. Beim Telefonieren wird das oft ziemlich teuer und die ganzen Chatrooms sind umsonst. Wenn ich chatten, vergesse ich alles um mich herum. Es macht Spaß und man muss nicht erst mit dem Bus durch die ganze Stadt fahren, um den anderen zu sehen. Es gibt doch Webcams. Wenn ich wissen will, was meine Freunde gerade machen, klicke ich einfach auf Videokonferenz und schon sehe ich sie auf meinem Bildschirm.

Wie oft sitzt du am Tag vor dem Computer oder Fernseher?

Ich schätze, es sind so an die fünf bis sechs Stunden am Tag.

Was sagen deine Eltern dazu, dass du so lange vor dem Computer sitzt?

Die beschweren sich immer darüber. Aber damit habe ich keine Probleme.

Kein Leben ohne Computer vorstellbar

Ich verstehe zwar, dass sie das ein bisschen viel finden, aber die haben sowieso keine Ahnung davon. Ich finde es cool, im Internet mit anderen zu chatten. Meine Eltern halten mich zwar immer dazu an, etwas für die Schule zu tun, aber darauf habe ich keine Lust. Es ist spannender, zu wissen, was die Leute gerade so machen, als vor meinem blöden Mathebuch zu sitzen.

Glaubst du, dass du den Rest deines Lebens mit dieser Einstellung verbringen wirst?

Ich denke nicht. Vielleicht werde ich mit 30 Jahren ja anders darüber denken, aber im Moment steht meine Meinung fest. Ich glaube ich könnte ohne Computer und Internet nicht leben. Aber mit 30 habe ich vielleicht nicht mehr das Bedürfnis, mich mit meinen Freunden so viel zu unterhalten.

Tabita Rath, Neele Beyer, Klasse 8 a, Albrecht-Dürer-Gymnasium

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