Levan Kobiashvili: "Die Saison ist noch jung"
20.11.2007 | 17:20 Uhr 2007-11-20T17:20:31+0100Gelsenkirchen/Hagen. Wir hatten die einzigartige Möglichkeit, Schalkes Levan Kobiashvili persönlich kennen zulernen. Der georgische Nationalspieler spielte ehemals für den FC Freiburg, wechselte dann aber 2003 zu den Königsblauen.
"Ich bin mir sicher , dass es die richtige Entscheidung war, nach Schalke zu wechseln", sagt "Kobi". 1998 kam der Profifußballer nach Deutschland. Den Großteil seiner Familie musste er in Georgien zurücklassen. Er vermisst sie und sein Land sehr, und besucht seine Heimat so oft er kann. Inzwischen hat er eine kleine Tochter (9 Monate) und einen Sohn (8 Jahre). "Mein Sohn spielt genauso gerne Fußball wie ich", verrät der Mittelfeldspieler.
Auf die Frage, ob er denn immer nur links spiele, antwortete er, er sei schwach mit dem rechten Fuß und habe nur einmal in der Nationalmannschaft rechts spielen müssen. Der leidenschaftliche Fußball- und Tennisspieler spielt normalerweise im defensiven Mittelfeld oder als Linksverteidiger.
Die momentane Situation auf Schalke sei auf jeden Fall nicht einfach, gesteht der 30-Jährige ein. Bekanntermaßen fällt ein Großteil der Stammspieler aufgrund von Verletzungen derzeit aus. Kobiashvili gehört im Moment selbst zu den verletzten neun Spielern, hat aber bei den letzten Spielen trotzdem eifrig mitgefiebert - und getrauert. Es besteht zudem ein enormer Druck von außen, da der Tabellenplatz auch nicht den Anforderungen entspricht. Trotzdem habe sich die Mannschaft gegen das Starensemble des FC Chelsea sehr gut geschlagen.
Wie ebenfalls bekannt ist, wurden einige der letzten Spiele, wie z.B. das 1:1 in Rostock und die 0:2 Pleite gegen Chelsea in der Champions- League, durch mehr oder minder schwere Fehler des Torhüters Manuel Neuer, beeinträchtigt. "Wir stehen voll hinter Manu", stärkte der Routinier dem jungen Keeper den Rücken. "Wir wissen um sein Talent und glauben an ihn. Ich denke er wird trotz seiner jungen Jahre noch sehr viel zu unserem Erfolg beitragen!" Auch zu Trainer Mirko Slomka, hatte Kobiashvili nur Positives zu sagen: Er sei sehr engagiert und würde mit seiner ruhigen Art die Spieler positiv beeinflussen.
Zeus: Würden Sie auch zum BVB wechseln?
Kobiashvili: "Nein! Niemals! Ich halte nichts von diesem Verein! Die sollen ihre Sachen machen, mich interessiert nicht was da abgeht!
Was haben Sie vor zu tun, wenn ihr Vertrag 2010 abgelaufen ist?
Vielleicht werde ich meinen Vertrag verlängern. Ich spiele gerne auf Schalke. Aber vielleicht werde ich auch ganz andere Wege gehen. Z.B. habe ich Geschichte studiert und könnte mein Studium fortsetzen. Aber noch ist es ja nicht so weit."
Wer hat die besten Chancen auf die Meisterschaft?
Die Saison ist noch jung. Jeder hat seine Chancen. Es kann noch so viel passieren. Ein Beispiel dafür ist die Pleite gegen Dortmund (2:0) am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison, wo wir den Titel an Stuttgart verloren haben. Das war schon sehr ärgerlich.
Wie ist das Gefühl auf dem Rasen der Arena zu spielen?
Das ist das Beste am Fußball. Alle rufen deinen Namen und klatschen. Das ist das beste Gefühl überhaupt. Andererseits, wenn man schlecht spielt, erwartet man nicht unbedingt, dass jemand klatscht.
Hat Schalke noch Chancen auf den Meistertitel?
Man sollte seine Ziele zwar hoch setzten, aber trotzdem realistisch bleiben. Eines unserer Saison Ziele ist es, vor dem BVB zustehen.
Miriam Nickel, Lisa de Vries, Klasse 8b, Christian-Rohlfs-Gymnasium

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