UNICEF

Hilfe für Kinder

30.11.2011 | 12:14 Uhr
Hilfe für Kinder
Viele Kinder sind auf die Hilfe von UNICEF angewiesen. Foto: REUTERS/Eduardo Munoz

Köln.   Vielen Kindern auf der Welt geht es nicht so gut wie uns in Deutschland. Ihnen fehlt oft das Allernötigste: Essen, sauberes Trinkwasser, eine Schule oder medizinische Versorgung. Das Kinderhilfswerk UNICEF will diesen Kindern helfen – wie, erklärt Mitarbeiterin Jennifer Kleeb im Zeus-Interview.

Am 20. Oktober besuchten wir, die Schülerinnen Nicole, Allegra, Alica, Jana und Joana der Klasse 8a vom Christian-Rohlfs-Gymnasium, die deutsche UNICEF-Zentrale in Köln. Wir interviewten die Mitarbeiterin Jennifer Kleeb. Sie arbeitet seit vier Jahren bei UNICEF. Direkt nach ihrem Studium absolvierte sie ein Praktikum bei UNICEF Deutschland. Das Praktikum machte ihr so viel Spaß, dass sie danach direkt bei UNICEF geblieben ist. Sie gab uns ausführliche Antworten auf unsere Fragen. Wir erfuhren vieles über die Themen Medizin, Kinderarbeit, Bildung und über UNICEF im Allgemeinen.

Wer gründete UNICEF?

Die Vereinten Nationen haben UNICEF gegründet. Und zwar 1946. UNICEF ist auf der ganzen Welt vertreten. Der Hauptsitz von UNICEF ist in New York.

Weshalb wurde UNICEF gegründet?

UNICEF wurde nach dem 2. Weltkrieg gegründet, weil es den Kindern im zerstörten Europa sehr schlecht ging. Viele von ihnen benötigten Hilfe. UNICEF half mit Kinderkleidung und -schuhen, impfte die Kinder und verteilte Milch und Lebertran.

Wofür steht der Name UNICEF?

UNICEF ist eine Abkürzung für: United Nations International Children’s Emergency Fund. UNICEF ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNO).

Wie viele Menschen sterben jährlich, weil sie keine Tetanus-Impfung bekommen?

Rund 130 Millionen Mütter und ihre Babys sind weltweit von der gefährlichen Infektionskrankheit bedroht. Unser Ziel ist es, bis 2015 die Tetanusinfektion bei Müttern und Neugeborenen weltweit zu eliminieren.

Wie viele Kinder sterben an mangelnder Hygiene?

Weltweit sterben jedes Jahr allein 3,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen und Atemwegsinfektionen. Deshalb informiert UNICEF in Schulen und Dörfern über die wichtigsten Hygieneregeln – zum Beispiel darüber, dass regelmäßiges Händewaschen mit Seife die Gefahr von Durchfallerkrankungen deutlich verringert.

Warum ist die Aufklärungsarbeit über die Krankheit Aids/HIV so wichtig?

Viele Kinder werden schon bei der Geburt mit HIV infiziert. Die Übertragung der Krankheit von der Mutter auf ihr Kind kann man mit Medikamenten verhindern. Darüber müssen die schwangeren Frauen aber informiert werden, sie müssen einen HIV-Test machen können und Zugang zu diesen Medikamenten bekommen. Darum kümmert sich UNICEF. UNICEF entwickelt auch Aufklärungsmaterial und bildet Jugendliche aus, die an Schulen über den Schutz vor einer Ansteckung informieren. Denn Wissen ist der einzige Schutz vor Aids.

Wie verzweifelt muss eine Mutter sein, dass sie ihre eigenen Kinder verkauft?

Die meisten Eltern, die eines ihrer Kinder an Kinderhändler oder entfernte Verwandte in der Stadt geben, haben die Hoffnung, dass es ihm dort besser geht, dass es zur Schule gehen kann und genug zu essen hat. Kinderhändler machen oft falsche Versprechungen. Familien, die ihre Kinder verkaufen, haben meist nicht genügend Geld, um diese zu versorgen.

Welche Ziele verfolgen Sie im Bezug auf die Bildung?

UNICEF baut Schulen und richtet zerstörte oder verfallene wieder her. Die Schulen erhalten außerdem sauberes Trinkwasser, Toiletten und Waschmöglichkeiten. UNICEF klärt die Schüler über Hygiene auf und bildet auch Lehrer aus. UNICEF will erreichen, dass bis zum Jahr 2015 jedes Kind weltweit die Chance hat, zumindest eine Grundschule zu besuchen.

Jana Siemes, Joana Lopes , Allegra Kunzer , Nicole Hekel , Alica Lorenz, Klasse 8a, Christian-Rohlfs-Gymnasium, Hagen

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