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Handwerkliche Geschichte an der frischen Luft

23.10.2007 | 16:32 Uhr
Handwerkliche Geschichte an der frischen Luft

Selbecke. Das Freilichtmuseum Hagen, idyllisch gelegen im Mäckingerbachtal, ist kein Museum wie jedes andere. Man kann sich nicht nur Produkte aus alter Zeit ansehen, sondern auch selbst alte Berufe ausprobieren (z. B. Papierschöpfen).

Das Museum wurde zwar schon 1960 gegründet, aber erst 1973 für das Publikum geöffnet. Heute sind jeden Sommer rund 80 Saisonangestellte eingestellt. 35 Personen arbeiten das ganze Jahr über im Freilichtmuseum (in der Verwaltung, als Handwerker oder als Azubis). In diesem Winter und im nächsten Frühjahr wird eine neue Gastronomie aufgebaut. Das Erdgeschoss des Schmiedemuseums wird zu einem Restaurant umgebaut, in einem Anbau werden die Küche und die Sanitäranlagen untergebracht. So müssen die Besucher nicht mehr so weit zur Gaststätte gehen. Im Freilichtmuseum befinden sich über 51 Gebäude, von denen man in 23 etwas ausprobieren kann; die anderen sind zur Ausstellung gedacht. Die Gebäude sind teilweise an anderen Orten ab- und im Museum aufgebaut worden, andere sind nach alten Plänen neu errichtet worden. Hier sind drei von ihnen genauer vorgestellt: Die Tabakfabrik (gebaut 1969/70) ist am Ende des Freilichtmuseums gelegen und hat einen gelben Anstrich. Der Anstrich entstand durch in Wasser aufgelösten Tabak. Das Nikotin darin tötet Schädlinge. In dem Haus wurden früher Zigarren hergestellt, die heute noch zu sehen sind. Die Papiermaschine (seit 1999 im Freilichtmuseum) wurde von der Stora Enso gestiftet, deren Lehrlinge an ihr Papier herstellen. In der Druckerei (gebaut 1712) wurde schon lange vor der Gründung des Museums gearbeitet. Sogar heute noch wird dort für die Stora Enso gedruckt. Außerdem befindet sich in dem Haus eine Ausstellung über die Geschichte der Papierherstellung. Hier ist noch ein Tipp: Vom 30. November bis 2. Dezember findet im Freilichtmuseum ein Weihnachtsmarkt statt, auf dem man handgemachte Produkte kaufen kann.

Lukas Mook, Jan-Philipp Hermann, Gerd Schneider und Tim Löbbecke, Klasse 8 b, Albrecht-Dürer-Gymnasium

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