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G8 – Keine gute Idee

24.11.2011 | 18:14 Uhr
G8 – Keine gute Idee
Zeus-Reporter Osman Karakurt findet, dass G8 nur auf eines bedeutet und zwar lernen, lernen, lernen. Foto: Matthias Graben

Das Abitur schon nach zwölf Jahren: Für viele Schüler bedeutet das lange Schultage und wenig Freizeit.

Das Schulministerium beschloss 2004, das Projekt G8 umzusetzen. Damit verkürzte es die Gymnasialzeit um ein Jahr, so dass die Schüler mittlerweile schon nach der zwölften Klasse ihr Abitur machen. Doch war es eine gute Idee, G8 einzuführen?

Ich bin in der achten Klasse des Ricarda-Huch-Gymnasiums und habe festgestellt, dass ich sehr viel Zeit für dir Schule aufwenden muss. Mein Stundenplan enthält 33 Unterrichtsstunden pro Woche. Dazu kommt noch die Zeit für die Hausaufgaben.

Zudem haben wir zwar bis zum Abitur immer noch ein großes Stoffpensum zu erledigen, dafür aber ein Jahr weniger Zeit. Dadurch müssen wir in kürzerer Zeit mehr lernen und auch viele Klausuren schreiben.

Dazu ein Beispiel aus meiner Klasse: Wir haben vor kurzem eine Arbeit über binomische Formeln geschrieben. Dafür mussten wir viel üben. Eine Woche danach mussten wir schon wieder eine Matheprüfung ablegen, nur zu einem anderen Thema. Zusätzlich haben wir in derselben Woche noch andere Arbeiten geschrieben.

Bei den vielen Schulstunden und dem ganzen Lernaufwand, unter anderem auch für Tests, bleibt kaum noch Zeit für sportliche oder andere Aktivitäten.

Ein guter Freund beispielsweise hat folgenden Wochenplan: montags neun Schulstunden, dienstags ebenfalls neun, mittwochs sechs Stunden und Nachhilfe bis 15 Uhr. Am Donnerstag ist er bis 13 Uhr am Gymnasium und freitags bis 13.15 Uhr.

Ich frage mich, wo bleibt die Freizeit? Soll man als Schüler nur lernen oder darf man auch Spaß haben? So wie es momentan läuft verlieren viele Schüler die Lust an der Schule.

Mein Wunsch wäre daher, ein Jahr länger zur Schule gehen zu können und dass G8 wieder abgeschafft wird.

Osman Karakurt, Klasse: 8c, Ricarda-Huch-Gymnasium, Hagen

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