Fester Händedruck und keinen Döner essen
29.09.2009 | 13:10 Uhr 2009-09-29T13:10:00+0200
Das Theaterstück „Hey Boss, hier bin ich” liefert einen satirischen Blick auf Bewerbungsverfahren - und zeigt Jugendlichen im Umkehrschluss, worauf es bei Bewerbungen im richtigen Leben ankommt.
Geschrieben ist das Stück von Werner Hahn, der gleichzeitig auch in die Rolle des Personalchefs „Herr Hauptmann” schlüpft.
Zu Anfang des Theaterstücks sitzt dieser auf einem Podest und beurteilt von oben herab seine Bewerber. Von diesem Podest führt eine Treppe links und eine rechts hinunter. Auf jeder Seite steht ein Bewerber und kämpft in einer für ein Bewerbungsverfahren eher untypischen Art und Weise um einen Ausbildungsplatz. Denn: Die Bewerber stellen sich in einer Art „Bewerbungsspiel” den Fragen des Personalchefs — und für jede korrekte Antwort dürfen die Bewerber eine Stufe hinauf steigen. Das Spiel endet in einer Auseinandersetzung, bei der Herr Hauptmann letztendlich zu der Erkenntnis kommt, dass er von seinem hohen Ross herunterkommen muss, um die Jugendlichen zu verstehen und so an einen geeigneten Auszubildenden zu kommen. Das Stück endet mit den Worten des Chefs an die Bewerber: „Sie sind eigenartig, aber individuell!”.
Die satirische Darstellung des Bewerbungsverfahrens soll den Jugendlichen verdeutlichen, wie wichtig es ist, sich rechtzeitig und vernünftig zu bewerben. „Wir wollen die Jugendlichen über den Humor erreichen”, sagt Werner Hahn. Das Stück und auch die gesamte interaktive Veranstaltung im Sparkassenkarree Hagen geben wertvolle Tipps zu den Fragen: „Wie bewerbe ich mich?”, „Wie verkaufe ich mich?” und „Wie mache ich Werbung für mich?”
Schüler können auf der Bühne etwas über sicheres Auftreten, die richtige Körperhaltung und den richtigen Händedruck lernen — Eigenschaften, die wichtig sind bei jedem Bewerbungsgespräch. „Selbstbewusst”, darauf komme es an. Es ist das Schlüsselwort für Autor und Schauspieler Werner Hahn — kein Wunder also, dass dieser Begriff mehrmals an diesem Morgen im Sparkassenkarree zu hören ist.
Genau in diesem Punkt sieht Werner Hahn auch den Zusammenhang zwischen Bewerbungsverfahren und Schauspielerei: „Man muss sowohl auf der Bühne als auch bei der Bewerbung ehrlich und selbstbewusst sein. Nur so kann man für sich selbst ,Werbung' machen.”
Nina Mankel, HHA, Kaufmannsschule II

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