"Erst die Familie, dann der Fußball"
21.11.2008 | 18:35 Uhr 2008-11-21T18:35:29+0100Düsseldorf. Als wir die Bestätigung von Fußball-Drittligist Fortuna Düsseldorf für einen Artikel hatten, erkundigten wir uns nach einem passenden Interviewpartner und kamen auf Verteidiger Robert Palikuca. ...
... Wir überlegten uns Fragen, die interessant sein könnten. So verriet Palikuca zum Beispiel, wie er sich ernährt und was wichtiger ist als Fußball.
Frage: Steht Fußball bei dir an erster Stelle?
Robert Palikuca: Nein, meine Familie steht an erster Stelle. Fußball nur an zweiter.
Frage: Würdest du Heimat, Familie und so weiter aufgeben, um in einem Verein im Ausland zu spielen?
Palikuca: Nein. Denn wenn man in einem anderen Verein spielt, wird man von der Familie getrennt. Man wohnt in einem Hotel, und die Familie in der Stadt, wo man vorher gewohnt hat. Dann lieber weniger verdienen, aber mit der Familie leben.
Frage: Einkommen spielt bei dir beim Fußball also nicht die wichtigste Rolle.
Palikuca: Nein. In erster Linie sollte man darauf achten, genügend Einsatzzeiten zu bekommen. Außerdem sollte man Bundesliga und dritte Liga unterscheiden.
Frage: Willst du, dass dein Sohn Fußballer wird?
Palikuca: Natürlich fände ich das toll, aber ich kann ihn nicht dazu zwingen. Was ich aber will ist, dass er sich bewegt, Sport treibt und nicht den ganzen Tag vor Spielkonsolen hängt. Ich würde ihn auch zum Ballet fahren, wenn er das wollte.
Frage: Was hältst du von der Presse, beziehungsweise von aufdringlichen Journalisten?
Palikuca: Ich denke, die Journalisten wollen einfach nur ihren Job machen. Außerdem kriegen sie bestimmt auch Druck von ihren Chefs.
Frage: Wird dein Essen vorgegeben?
Palikuca: Wir unterliegen natürlich Gewichtskontrollen, aber wenn alles stimmt, dann wird man auch in Ruhe gelassen. Ich denke, dass auch jeder selbst weiß, dass er nicht nur sich, sondern auch der Mannschaft schadet, wenn er sich ungesund ernährt. Sicher gehe ich auch mal zu Mc Donalds, und wenn ich mit meinen Kinder da bin, kann ich auch nicht immer "nein" sagen. Dann hole ich mir auch mal einen Cheeseburger. Aber wenn man weiß, dass man nichts übertreiben darf, dann kann man das auch mal machen.
Frage: Bekommst du Fanpost?
Palikuca: Ja. Meistens sind das Autogrammkartenwünsche.
Frage: Hast du als Jugendlicher auch mal richtig gefeiert?
Palikuca: Natürlich habe ich auch gefeiert, aber ab zwei Tagen vor dem Spiel habe ich nie gefeiert; auch in der Jugend nie. Gefeiert habe ich dann nach dem Spiel.
Maurice Hamp Fabian Hedtfeld Niklas Nöther Daniel Sokul Klasse 8d Christian-Rohlfs-Gymnasium

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