Edles aus der Goldschmiede
24.11.2011 | 18:05 Uhr 2011-11-24T18:05:00+0100
Hagen. Schmuckstücke lassen viele Herzen höher schlagen. Doch vorher bedarf es einiger Arbeit, sie anzufertigen. Zum Beispiel in der Goldschmiede Adam, die einige Zeus-Reporterinnen auf Einladung der Sparkasse besuchen konnten.
Wie lange es dauert, ein Schmuckstück zu fertigen, entscheidet im Endeffekt das Material. „Es gibt Schmuckstücke, die man in fünf Stunden fertig hat, aber es gibt auch Arbeiten, die sich über drei Wochen hinwegziehen“, sagt Goldschmiedemeister Ingo Adam. Am längsten müssen Titan und Edelstahl bearbeitet werden, aber so etwas gibt es in der Goldschmiede der Adams nicht. Denn für die Bearbeitung dieser Materialien werden andere Maschinen benötigt als für die Edelmetalle Gold, Silber und Platin, die bei den Adams verarbeitet werden.
In der Goldschmiede Adam fertigte schon der Vater der Gebrüder Adam, Gründer des Familiengeschäfts, Schmückstücke. So begann Ingo Adam schon als Kind früh mit dem Schmieden und erlernte diesen Beruf nach seinem Abitur in einer verkürzten Ausbildung sehr schnell. Seitdem ist Ingo Adam in diesem Geschäft tätig. „Das Schönste an diesem Beruf ist, dass ich aus einzelnen Materialien etwas komplett Neues herstellen kann. Etwas, das es auf der Welt nur einmal gibt“, sagt der Goldschmiedemeister.
Zweite und dritte Generation
Vor fünf Jahren übergab sein Vater ihm und seinem Bruder Burkhard das Geschäft. „Es ist jetzt die zweite beziehungsweise dritte Generation am Werk, weil mein Sohn auch schon mit dem Schmieden angefangen hat. Ob er das Geschäft später übernehmen wird, weiß ich noch nicht, weil ich noch einen Sohn habe und mein Bruder auch Kinder hat. Aber das Familienunternehmen kann später wohl irgendwann weitergeführt werden.“
Doch bis dahin kümmern sich Ingo Adam und sein Bruder und den Betrieb der Goldschmiede. Sechs Auszubildende beschäftigen die beiden momentan. Vier im Verkauf und zwei in der Werkstatt. Der Goldschmiedemeister selber arbeitet ungefähr acht Stunden am Tag und gönnt sich zwischendurch nur eine einstündige Mittagspause. Reicht die Zeit in der Woche einmal nicht aus, setzt er sich auch sonntags in die Werkstatt und arbeitet am Schmuck.
Spezielle Kundenwünsche
Acht bis zehn edle Accessoires werden so in der Goldschmiede Adam pro Monat hergestellt. Die am meisten verkauften Schmuckstücke sind Ringe, sowohl Trau- und Verlobungs-, als auch Freundschaftsringe. Damit auch für die Männer das Richtige dabei ist, werden zusätzlich auch Amulette oder Anhänger mit dem jeweiligen Tierkreiszeichen hergestellt. Auch Kundenwünsche werden umgesetzt. Doch nicht alles ist für den Verkauf bestimmt. „Manche Stücke fangen wir zwar an, bringen sie dann aber nicht zu Ende, weil sie uns einfach nicht gefallen“, so Ingo Adam. Das seien normale Entwicklungsphasen, in denen neue Ideen ausprobiert und verbessert würden.
Franziska Oberlies, Klasse: 8a, Christian-Rohlfs-Gymnasium, Hagen

0mitdiskutieren