Interview

Der Weg eines Torwarts

15.12.2011 | 16:21 Uhr
Der Weg eines Torwarts
Foto: dapd

Hagen.   Der Ex-Bundesliga-Torwart der 2. Liga, Thomas Feldhoff, sprach mit den Zeus-Reportern Gideon, Hamid und Yusuf über seinen Werdegang und sein Leben nach dem Fußball.

Fußball ist seit seiner Kindheit seine große Leidenschaft. In seiner Jugend kickte er sogar in der deutschen Jugendnationalmannschaft und spielte in verschiedenen Vereinen. Unter anderem in der 2. Bundesliga. 2003 kam er aus den USA zurück nach Deutschland und arbeitet seitdem bei der Lufthansa.

Über seine Fußball-Karriere und sein Leben danach sprach Thomas Feldhoff (42) im Interview mit den Zeus-Reporter Gideon, Hamid und Yusuf.

Herr Feldhoff, wann haben Sie mit dem Fußballspielen angefangen ?

Schon als kleinster Junge spielte ich mit meinen Freunden Fußball und mit sieben Jahren trat ich dem ersten Verein bei, dem Post SV Bochum.

Wie kamen Sie dazu Fußballer beziehungsweise Torhüter zu werden ? Haben Sie sofort als Torhüter gespielt ?

Ich mochte das Fußballspielen sehr. Zuerst habe ich als Feldspieler angefangen, weil ich im Feld dringend gebraucht wurde. Denn ich war groß, schnell und hatte einen festen Schuss. Aber ich wollte eigentlich Torhüter sein. Als ich 13 Jahre alt war, sagte mein Vater dem Trainer meiner Mannschaft, dass ich im Tor spielen soll oder den Verein wechseln würde. So wurde ich dann Torwart.

In welchen Vereinen haben Sie in Ihrer Jugend gespielt?

Die ersten Vereine waren Post SV Bochum, SG Wattenscheid 09 und der VFL Bochum.

Waren Sie in der Jugend sehr ehrgeizig und hatten Sie ein Ziel vor Augen?

Ich war sehr ehrgeizig und hatte immer ein Ziel vor Augen. Wenn ich mich zwischen Training und einem Besuch auf der Kirmes entscheiden musste, dann habe ich mich immer für das Training entschieden, weil ich was werden wollte. Während meiner Lehre bin ich früh morgens um fünf Uhr Laufen gegangen.

Nachdem Sie in die Jugendnationalmannschaft gekommen waren, haben Sie noch Zeit für sich oder Ihre Freunde gehabt?

Ich war sehr viel unterwegs, weil ich auf vielen Turnieren war und gespielt habe, konnte ich nicht an Familienfesten oder Ähnlichem teilnehmen.

Hatten Sie auch mal Zeiten, in denen Sie das Fußballspielen aufgeben wollten?

Als Kind oder in der Jugend eigentlich nicht. Wenn in der Jugend das der Fall gewesen wäre, dann nur , weil ich mich auch mal mit Freunden hätte treffen oder mit Mädchen hätte ausgehen wollen. Aber auf all die Dinge habe ich verzichtet.

Haben Sie in Ihrer Laufbahn als Fußballer viele Angebote von verschiedenen Vereinen bekommen ?

Eigentlich konnte ich mir den Verein in der 2. Liga immer aussuchen. Ansonsten hatte ich kleinere Angebote für zum Beispiel die Oberliga.

Waren Sie sofort bereit in die 2. Liga zu wechseln ?

Ich war noch sehr jung und dachte, es wäre alles offen für mich. Deswegen dachte ich auch, ich wäre bereit gewesen. Als ich dann in die 2. Liga wechselte, war es nicht so leicht, wie ich es angenommen hatte. Aber ich bekam noch die Kurve.

Wie war es in der 2. Liga zu spielen ?

Es war an und für sich aufregend, aber leider konnte man damals nicht so berühmt werden wie heute. Denn früher gab es nur wenige Fernsehprogramme.

Hatten Sie vor, in die 1. Liga einzusteigen?

Ich hatte es schon vor, aber irgendwann geht es nicht weiter. Mit dem MSV Duisburg war ich eine halbe Saison in der 1. Liga, aber leider als zweiter Torwart.

Was haben Sie nach ihrer Fußballkarriere gemacht ?

Nach meiner Karriere bin ich in die USA gezogen und habe dort fünf Jahre gelebt. Ich angelte mir die höchste Auszeichnung, die man als Amateurfußballer bekommen kann. Später eröffnete ich dann eine Fußballschule mit einem älteren Italiener.

Hamid Haso, Yusuf Bir, Gideon Pixberg, Klasse: 8a, Christian-Rohlfs-Gymnasium, Hagen

Zeus-Reporter

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