Kommentar

Das geht auf keine „Löwenhaut“

06.12.2011 | 15:23 Uhr
Das geht auf keine „Löwenhaut“
Aktivistin der Tierschutzorganisation PETA protestieren in Berlin für ein Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen. Foto: Michael Gottschalk/dapd

Hagen.   Fast jeder Zirkus hat auch eine Tiernummer im Programm. Während einige Zirkusbesucher begeistert sind, haben andere Mitleid mit den Tieren.

Kein seltenes Bild: die Hagener strömen in den Zirkus und verlassen ihn begeistert. Doch auch andere Reaktionen sind nicht ungewöhnlich: Die Menschen wollen keinen Zirkus mehr – schlechte Tierhaltung und mangelnder Platz sind hierbei wichtige Kriterien.

Wir, Schüler des Zeus-Projektes, wollten uns ein eigenes Bild machen. Wir besuchten den Zirkus am Höing zu einer Vorstellung, in der die Tiere ihre eigene kleine „Show“ hatten. Das Publikum bejubelte den auf einer sich drehenden Diskokugel sitzenden Löwen und die durch die Manege gescheuchten Tiger. Um die Tiere nicht nur aus der Ferne bestaunen zu müssen, wurden nach der Vorführung die „Hintertüren“ des Zirkus geöffnet. Kein Bild für Tierliebhaber – Kalifornische Seelöwen ohne Wasser in Zwei-Quadratmeter-Käfigen; Kängurus mit kleinem Auslaufgehege und Tiger in Gitterkäfigen, ohne genügend Möglichkeit, sich frei zu bewegen.

Obwohl sich ein Tierarzt vom Wohlergehen der Tiere überzeugt hat, wenden wir ein: Den Tieren mag es gesundheitlich gut gehen, jedoch kann von artgerechter Haltung keine Rede sein. Zu wenig Platz ist wohl das stärkste Argument gegen die Haltung von Tieren in Zirkussen, doch auch die Kunststücke sind gewiss kein Spaß für die Tiere. Denn auch kein Mensch will durch brennende Reifen springen oder den Schlag einer Peitsche spüren.

Bei der Protestaktion „Tier & Mensch“ demonstrierten Tierliebhaber am 19. September in Berlin deshalb gegen Tierhaltung in Zirkussen. Die Verhaltensauffälligkeiten von Zirkustieren „sind Zeichen erheblicher psychischer Schäden der Tiere, entstanden durch Kettenhaltung oder Enge im Käfig, ungenügende Sozialkontakte und weitere unwürdige Bedingungen, wie sie in jedem Zirkus herrschen, der Tiere zu Sklaven der Unterhaltung für die Menschen macht“, so Jasmin Allouch, Sprecherin vom Bündnis 90/Die Grünen Stadt Gütersloh, in einer Pressemitteilung.

Wir finden, dass Zirkus in Hagen grundsätzlich verboten werden sollte. Österreich sollte als Vorbild dienen, da dieses Land Zirkus mit Tieren verbietet.

Vivian Marx, Pauline Teuber, Frauke Höller, Julia Weustermann, Nicolas Becker, Klasse 8c, Gymnasium Hohenlimburg

Zeus-Reporter

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Kommentare
08.12.2011
20:26
Keinerlei Information
von informierter.zuschauer | #1

Tja, wer sich nicht informiert ist selber schuld, sollte man meinen. Doch was hier geschrieben wird, ist absoluter Schwachsinn und wenn die Autoren den letzten in Hagen gastierenden Circus besucht hätten, wüssten sie, dass im Circus keine Löwen mehr duch brennende Reifen springen oder "die Peitsche spüren".
Das "Argument", dass Wildtiere im Circus zu wenig Platz hätten ist an den Haaren herbeigezogen. Kein Tier läuft oder schwimmt in der Natur freiwillig weite Strecken. Sie tuen das weil sie sonst sterben würden und nicht aus Spaß.

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